Logo der Uniklinik Homburg (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Warnstreik an Uniklinik beendet

Thomas Braun   21.06.2018 | 11:56 Uhr

Der 48-stündige Warnstreik an der Uniklinik ist beendet - der Konflikt aber besteht weiter. Die Gewerkschaft kritisierte, dass es weiterhin keinen "Tarifvertrag Entlastung" gebe. Am Freitag läuft ein entsprechendes Ultimatum an die Uniklinik aus. Kommt es zu keiner Einigung, droht im Herbst ein unbefristeter Arbeitskampf.

Mehrere hundert Beschäftigte hatten sich an dem zweitägigen Ausstand beteiligt, der laut Verdi-Gewerkschaftssekretär Michael Quetting durchaus an den Nerven zerrte. Aber ausgestanden ist der Konflikt damit noch nicht: "Immer noch meint man, man müsse mit uns keinen Tarifvertrag Entlastung abschließen", teilte Quetting am Donnerstag mit.

Am Freitag läuft ein entsprechendes Ultimatum der Gewerkschaft an die Klinik aus. Hierzu ist abends noch einmal ein Demonstrationszug geplant, der als Lichterprozession vom Haupteingang der Uniklinik zum SC Union ziehen soll. Danach beginne der Countdown für einen unbefristeten Arbeitskampf, der möglicherweise im Herbst folgen könnte. Über die genaue Vorgehensweise soll am kommenden Dienstag entschieden werden.

Deutliche Entlastung für Pflegepersonal gefordert

Um das Pflegepersonal zu entlasten, fordert die Gewerkschaft verbindliche Mindestpersonenzahlen in allen Bereichen, einen Pflegepool mit 50 Beschäftigten für die gesamte Uniklinik und eine zweite Pflegekraft im Nachtdienst. Die Uniklinik hatte vor dem aktuellen Warnstreik darauf verwiesen, dass sie zu Verhandlungen über eine Entlastung bereit sei. Einen Tarifvertrag könne die Klinik aber aus rechtlichen Gründen nicht abschließen.

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