Nordgetreide, Überherrn (Foto: Imago Images/BeckerBredel)

Warnstreik bei Nordgetreide in Überherrn

  18.01.2021 | 14:57 Uhr

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat am Montagnachmittag 130 Beschäftigte der Firma Nordgetreide im Werk Überherrn zu einem Warnstreik aufgerufen. Grund für den Warnstreik sind bisher ergebnislose Tarifverhandlungen.

Die NGG fordert ein Lohnplus von fünf Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Arbeitgeberseite bietet indes lediglich eine Entgelterhöhung von einem Prozent ab dem 1. Juli 2020 an.

"Schlag ins Gesicht der Beschäftigten"

„Die Beschäftigten bei Nordgetreide leisten trotz Corona-Pandemie im großen Umfang Mehrarbeit. Die Auftragslage ist gut. Trotzdem versucht man offenbar, die Corona-Krise für schlechte Tarifabschlüsse zu nutzen“, sagte NGG-Geschäftsführer Mark Baumeister. Das Angebot der Arbeitgeberseite habe nichts mit Wertschätzung zu tun. Es sei „ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten“.

Baumeister machte zudem deutlich, dass der Warnstreik unter der strengen Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen durchgeführt wird.

Das Lübecker Unternehmen Nordgetreide produziert an den drei deutschen Standorten Lübeck, Falkenhagen und Überherrn Cerealien für den Lebensmitteleinzelhandel und Industriekunden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 18.01.2020 berichtet.

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