Streik der dbb in Saarbrücken (Foto: Karin Mayer/SR)

Justiz- und Polizeibeamte protestierten

Karin Mayer/Onlinefassung: Axel Burmeister   31.01.2019 | 19:28 Uhr

Der Deutsche Beamtenbund (dbb) und die Gewerkschaft verdi laufen sich warm vor der zweiten Verhandlungsrunde für die Tarifbeschäftigten der Länder. Polizisten, Justizbeschäftigte und andere haben sich heute zu Warnstreik und aktiver Mittagspause vor dem Innenministerium getroffen.

Warnstreik und "aktive Mittagspause" vor dem Innenministerium
Audio [SR 3, Karin Mayer, 31.01.2019, Länge: 03:01 Min.]
Warnstreik und "aktive Mittagspause" vor dem Innenministerium

Die Landesbeschäftigten verlieren die Geduld. Sie verdienen weniger als in allen anderen Bundesländern und die Arbeitsbelastung steigt durch stetigen Personalabbau. Die Haushaltsnotlage verlangt den rund 27.000 Beschäftigten und Beamten des Landes einiges ab. Und damit soll Schluss sein. Ewald Linn vom Deutschen Beamtenbund Saar fordert nicht nur sechs Prozent, mindestens 200 Euro, für die Tarifbeschäftigten, sondern auch für die Beamten.

Kundgebung in Saarbrücken

„Eine weitere Forderung von uns ist die Absenkung der Eingangsbesoldung, um dem Wettbewerb standzuhalten“, so Ewald Linn vom dbb. „Das Zweite wäre eine Verbesserung der Entgeltordnung, eine bessere Eingruppierung für die Tarifbeschäftigten und das Dritte natürlich der hohe Belastungsdruck im Arbeitsleben, das heißt, auf 2020 fordert der dbb, den Stellenabbau zu beenden.

Der öffentliche Dienst müsse wettbewerbsfähig bleiben. Es werde immer schwerer, Stellen zu besetzen. Die Privatwirtschaft bezahle besser, auch bei den Kommunen liegen die Einkommen im Durchschnitt um 200 Euro höher als beim Land, so Linn bei der Kundgebung vor dem Innenministerium.

Arbeitgebervertreter und Innenminister Klaus Boullion kann die Forderungen nachvollziehen. Dem SR sagte er, das Saarland habe Nachholbedarf. Die Gewerkschaftschaftsforderung von sechs Prozent könne das Land aber nicht bezahlen. Er warnte deshalb vor zu hohen Erwartungen an die Lohnrunde.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3-Rundschau vom 31.01.2019 berichtet.

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