Winterberg-Klinikum Saarbrücken (Foto: Klinikum Saarbrücken gGmbH)

Ärzte kommunaler Kliniken im Saarland zum Streik aufgerufen

  31.03.2022 | 09:00 Uhr

Der Marburger Bund bereitet bundesweit Arbeitskampfmaßnahmen vor. Auch an den fünf kommunalen Krankenhäusern im Saarland sind Ärztinnen und Ärzte heute zum Streik aufgerufen.

Für heute hat der Marburger Bund zu bundesweiten Warnstreiks und zu einer zentralen Kundgebung in Frankfurt am Main aufgerufen. Hintergrund sind stockende Verhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Die VKA sei auch nach sechs Monaten nicht auf die Forderungen des Marburger Bundes eingegangen, teilte die Fachgewerkschaft der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte mit.

„Die VKA hat jede mögliche Einigung blockiert und zwingt uns nun förmlich zum Warnstreik“, sagte der Vorsitzende des Marburger Bundes Saarland, Gregg Frost. „Ärztinnen und Ärzte stehen seit Beginn der Corona-Pandemie unter noch größerem Druck als zuvor. Dafür verdienen sie Wertschätzung. Das sieht die VKA offenbar anders.“

Diese Kliniken sind betroffen

An den folgenden kommunalen Krankenhäusern soll der Warnstreik nach Angaben des Marburger Bundes am heutigen Donnerstag Auswirkungen haben:

  • SHG-Kliniken in Merzig, Völklingen und auf dem Sonnenberg in Saarbrücken
  • Klinikum Saarbrücken auf dem Winterberg
  • Kreiskrankenhaus St. Ingbert

Größere Aktionen im Saarland sind nicht geplant. Die Streikenden sind aufgerufen, zur zentralen Kundgebung zu kommen, die um 13.00 Uhr auf dem Römerberg in Frankfurt am Main stattfindet.

Allerdings ist es nach Angaben des Marburger Bundes Saarland möglich, dass auch auf dem Winterberg kleinere Aktionen in den Abteilungen stattfinden.

Notbetrieb sichergestellt

Um die medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten zu gewährleisten, will der Marburger Bund mit den Kliniken Notdienstvereinbarungen schließen. Wo Kliniken bedingt durch die Corona-Pandemie bereits im Notbetrieb arbeiten, sollen sich die Ärzte mit den Streikenden solidarisieren, auch wenn sie nicht aktiv am Warnstreik teilnehmen können.

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