„Walk of Steel“ vor dem Gebäude der EU-Kommission (Foto: SR/Karin Mayer)

Stahlarbeiter überreichen Forderungen an EU-Kommission

  10.02.2020 | 11:08 Uhr

In Brüssel haben Betriebsräte von Saarstahl und IG Metall-Vertreter ihre Forderungen an den Vizepräsidenten der EU-Kommission übergeben. Die Stahlbeschäftigen erwarten von der Politik, dass ihre Branche vor Billigimporten geschützt werde. Auch müsse der Umbau zu einer CO2-freien Stahlproduktion sozialverträglich ablaufen.

Bei der Übergabe betonte Erich Ehlen, der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende von Saarstahl, Klimaschutz dürfe nicht zu Deindustrialisierung führen. Die Stahlbeschäftigten aus dem Saarland seien stellvertretend für 80.000 Stahlarbeiter nach Brüssel gegangen. EU-Vizepräsident Frans Timmermans sagte, die Industrie müsse CO2 neutral werden. Wer das als Erster schaffe und sozialverträglich gestalte, sei anschließend Marktführer.

Video [aktueller bericht, 10.02.2020, Länge: 2:48 Min.]
Stahlbeschäftigte überreichen ihre Forderungen an die EU-Kommission

Insgesamt zehn Teams mit je vier Teilnehmern hatten mehr als 300 Kilometer zurückgelegt. Der Betriebsratsvorsitzende von Saarstahl, Stephan Ahr, sagte dem SR, die Stahlbeschäftigten seien für ihre Jobs durch Schnee, Regen und Sturm gegangen. Jetzt müsse die Politik handeln und Investitionen in Wasserstofftechnologie fördern und den Schutz vor Billigimporten ausweiten.


Audios und Videos


"Walk of Steel" in Brüssel
Audio [SR 3, Karin Mayer, 10.02.2020, Länge: 01:30 Min.]
"Walk of Steel" in Brüssel

Walk of Steel - Gespräch mit EU-Vizepräsident Frans Timmermans
Audio [SR 3, Karin Mayer, 10.02.2020, Länge: 03:13 Min.]
Walk of Steel - Gespräch mit EU-Vizepräsident Frans Timmermans

Video [aktueller bericht am Sonntag, 09.02.2020, Länge: 3:18 Min.]
Podiumsdiskussion mit Bundeswirtschaftsminister Altmaier und Tim Hartmann

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 09.02.2020 berichtet.

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