Arbeiter in der Schmiede bei Saarstahl (Foto: dpa)

Stahlarbeiter wollen Richtung Brüssel ziehen

Karin Mayer   23.01.2020 | 17:19 Uhr

Am 31. Januar beschreiten zehn Saarstahl-Teams von Völklingen aus den Weg nach Brüssel. Beim "Walk of Steel" wollen die Beschäftigten auf die schwierige Lage der saarländischen Stahlindustrie aufmerksam machen.

Die Stahlbeschäftigen im Saarland gehen beim Protestmarsch "Walk of Steel" insgesamt 350 Kilometer für ihre Jobs. Ihr Ziel: ein Treffen mit dem Vize-Präsidenten des Europäischen Parlaments Frans Timmermans am 10. Februar in Brüssel. Ihm wollen sie ihre Forderungen übergeben. Eine davon lautet, den Umbau der Stahlindustrie zur CO2-freien Produktion sozialverträglich zu gestalten. Außerdem fordern die Stahlarbeiter Milliardeninvestitionen in Wasserstofftechnologie von der Politik.

Video [aktueller bericht, 23.01.2020, ab 15:37 Min.]
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1500 Arbeitsplätze sollen wegfallen

Stahlbeschäftigte auf dem Weg nach Brüssel
Audio [SR 2, (c) SR2/Karin Meyer, 23.01.2020, Länge: 02:45 Min.]
Stahlbeschäftigte auf dem Weg nach Brüssel

Der Betriebsratsvorsitzende von Saarstahl Völklingen, Stephan Ahr, sagte, trotz vieler Aktionen sei bisher keine konkrete Hilfe aus Brüssel und Berlin gekommen. Wenn die Stahlunternehmen im Saarland ihre Produktion auf Wasserstofftechnologie umbauen sollen, bräuchten sie Unterstützung.

Die Stahlkocher Dillinger und Saarstahl müssen 1500 Arbeitsplätze abbauen, weil Handelskrieg, Billigimporte und drohende CO2-Abgaben die Produktion belasten. Erst Anfang Oktober haben die Beschäftigten drei Tage lang im Saarland protestiert und dafür viel Unterstützung erhalten.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 23.01.2020 berichtet.

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