Pizzen von Nestlé Wagner in der Tiefkühl-Theke (Foto: Imago/Manfred Segerer)

Wagner Pizza 2020 mit stabilem Umsatz

Karin Mayer   10.03.2021 | 14:28 Uhr

Der Otzenhausener Pizzahersteller Nestlé Wagner hat 2020 trotz der Corona-Pandemie einen stabilen Umsatz von knapp 400 Millionen Euro erzielt. Verhandlungen mit Handelspartnern hatten im ersten Halbjahr zu einem Umsatzeinbruch geführt, der jedoch aufgeholt werden konnte.

Der Umsatz bleibt stabil und liegt bei knapp 400 Millionen Euro – zufriedenstellend in Anbetracht der Herausforderungen, so Geschäftsführer Thomas Ludsteck. Es gab schwierige Verhandlungen mit Handelspartnern. Im ersten Halbjahr ging dadurch Umsatz verloren. Den konnte der Pizzahersteller nach eigenen Angaben wieder aufholen.

Zeitweise Lieferengpässe bei Rohstoffen

Corona-bedingt kam es zeitweise zu Engpässen bei Rohstoffen. „Die Produktion konnte aber aufrechterhalten werden“, betont Geschäftsführer Ludsteck. Für 2021 kündigt Nestlé Wagner Investitionen in Höhe von 25 Millionen Euro in verbesserte Produktionsabläufe und in einen neuen Ofen an.

Markt für Tiefkühlpizza weiter gewachsen

Insgesamt 1,32 Milliarden Euro – so viel Geld haben die Verbraucher im vergangenen Jahr für Tiefkühlpizza ausgegeben. Der Markt wächst um 6,7 Prozent. Immer neue Angebote und Snacks kommen auf den Markt. Die Verbraucher sind sich aber treu und essen weiterhin am liebsten Pizza Salami.

Nestlé Wagner will sich trotzdem neu erfinden. Außer auf Großpizzen setzt der Anbieter auf vegetarische und vegane Produkte. Der Marktanteil ist nach Angaben von Geschäftsführer Thomas Ludsteck noch gering, hat aber Potential.

CO2 einsparen

Weiterer Vorteil: Vegetarische Produkte können mit weniger CO2-Verbrauch hergestellt werden. Das steht bei Nestlé im Focus. Bis 2050 will der Konzern CO2-neutral werden.

Das Werk im Saarland setzt seit Anfang 2021 auf grünen Strom aus Windenergie. Tomaten sollen künftig per Bahn ins Werk geliefert werden. Auch die Bewässerung im Tomatenanbau wird auf Tröpfchenbewässerung umgestellt.

Nutri-Score auf alle Produkte

Außerdem verspricht der Pizzahersteller mehr Transparenz: Bis zum Jahresende will das Unternehmen alle Produkte mit dem Nutri-Score ausstatten. Derzeit sind fünf von neun Marken mit der Nährwert-Ampel gekennzeichnet. Um bei der Hälfte der Produkte im grünen Bereich zu landen, wurde vorher an den Rezepten gefeilt und gearbeitet.

Corona-Maßnahmen im Werk

Maskenpflicht auf dem Werksgelände, zwei Meter Abstand, Belüftung und CO2-Messgeräte in Besprechungen – das sind nur einige Maßnahmen, die das Unternehmen in Corona-Zeiten eingeführt hat. Nächster Schritt für Geschäftsführer Thomas Ludsteck: Corona-Schnelltests für die Mitarbeiter auf dem Werksgelände.

Ziel ist, das Ansteckungsrisiko weiter zu senken. Nestlé-Wagner beschäftigt in Nonnweiler-Otzenhausen 1740 Mitarbeiter. In den Vorjahren wurden 1800 Beschäftigte genannt. 

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 10.03.2021 berichtet.

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