Auspuff eines Autos (Foto: picture alliance7blickwinkel/McPhoto/C. Ohde)

Saarländisches Gericht prüft Vorwurf gegen VW

Barbara Spitzer   15.01.2020 | 15:23 Uhr

In der Affäre wegen gefälschter Diesel-Abgaswerte droht dem Autobauer VW vor dem saarländischen Oberlandesgericht eine wegweisende Entscheidung. Geklagt hat die Besitzerin eines Kleinwagens. Sie fühlt sich vom Konzern getäuscht.

Im konkreten Fall hat die Fahrerin eines zehn Jahre alten Polos mit Schummelsoftware VW auf vollständige Erstattung des  Kaufpreises von rund 18.000 Euro verklagt. Sie wirft dem Konzern vor, beim Kauf ihres Autos über die Abgaswerte getäuscht worden zu sein.

Urteil am 14. Februar erwartet

Der Klägerin wurden in erster Instanz 12.000 Euro gegen Rückgabe des Autos zugesprochen – abzüglich 6000 Euro für die Nutzung. Die Richter am Oberlandesgericht machten nun deutlich, dass sie ebenfalls eine Täuschung der Käuferin sehen, halten allerdings Abzüge wegen der Nutzung des Autos für angemessen.

Wegen der wegweisenden Relevanz hat VW eine Entscheidung vor dem Oberlandesgericht bislang stets durch einen  Vergleich mit den Klägern abgewendet. Die Urteilsverkündung ist für den 14. Februar angesetzt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 15.01.2020 berichtet.

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