Antrag auf Kurzarbeitergeld (Foto: imago images / Sven Simon)

Unternehmer kritisieren Kurzarbeitergeld-Pläne

  24.04.2020 | 11:34 Uhr

Die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU) hat die vom Bundeskabinett beschlossene Aufstockung des Kurzarbeitergeldes kritisiert. Geschäftsführer Jens Colling sagte, die Regelung belaste Unternehmen und Bundesagentur für Arbeit gleichermaßen.

Es entstehe ein erheblicher zusätzlicher Verwaltungsaufwand auf beiden Seiten, so Colling. Andererseits gehe den Unternehmen dringend benötigte Liquidität verloren, da sie das Kurzarbeitergeld vorfinanzieren müssen.

Die Erhöhung sieht Colling als falsches Signal. „Die Politik ist in der Gefahr, den Bürgern mit Milliardenhilfen eine Vollkasko-Situation vorzugaukeln.“ Letztlich würden damit die Kosten der Corona-Krise nur verschoben und unnötig erhöht. Das führe langfristig zu höheren Arbeitslosenbeiträgen und Steuern.

Die Spitzen der Großen Koalition in Berlin hatten sich am Donnerstag auf eine schrittweise Erhöhung des Kurzarbeitergeldes auf bis zu 87 Prozent des Nettolohns geeinigt.

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Kurzarbeitergeld wird erhöht [23.04.2020]
Die Spitzen der Großen Koalition in Berlin haben sich darauf verständigt, das Kurzarbeitergeld auf bis zu 80 Prozent des Nettolohns zu erhöhen, bei Eltern 87 Prozent. Die Gewerkschaft NGG im Saarland fordert weitere Maßnahmen.

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