Justizia (Foto: Pixabay/WilliamCho)

Strafanzeige gegen Mitarbeiter der "Gaswerke Illingen"

Thomas Gerber   11.02.2020 | 13:21 Uhr

Ein Mitarbeiter des Zweckverbands "Gaswerk Illingen" steht im Verdacht der Untreue. Der Mann soll auf Kosten seines Arbeitgebers elektronische Geräte bestellt und diese für private Zwecke abgezweigt haben. Der Zweckverband hat dem 51-Jährigen mittlerweile gekündigt und will Strafanzeige erstatten.

Bei dem Verdächtigen soll es sich um den Leiter der kaufmännischen Abteilung der "Gaswerke Illingen" handeln. Der Verbandsvorsteher und Illinger Bürgermeister Armin König (CDU) bestätigte entsprechende SR-Informationen.

Von einem Beamer, einer Smartwatch, einer Sat-Anlage, von I-Pads und teuren Kopfhörern ist die Rede. All das soll der 51-Jährige im Namen seines Arbeitgebers bei einem Elektrohandel bestellt haben. Die Waren sollen aber nie bei den Gaswerken, sondern bei dem Mann im heimischen Hüttigweiler angekommen sein.

Kündigung und Mandatabgabe

Von dem Verdacht der Untreue, so Bürgermeister König, seien die Werksleitung und König selbst vor gut zwei Wochen informiert worden. Tags darauf sei der Mitarbeiter mit den Vorwürfen konfrontiert worden. Die Folge sei die sofortige Beendigung des Arbeitsverhältnisses gewesen. Eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Untreue sei in Vorbereitung.

Der Untreuefall im kommunalen Zweckverband "Gaswerk", dem neben Illingen noch die Gemeinden Quierschied und Merchweiler angehören, hat zudem kommunalpolitische Folgen. Der 51-Jährige saß für die CDU im Illinger Gemeinderat und im Ortsrat Hüttigweiler, wo er Fraktionschef war. Beide Mandate hat er zwischenzeitlich niedergelegt.

Schaden soll wiedergutgemacht werden

Die beim kommunalen Zweckverband entstandenen Schäden sollen laut König wiedergutgemacht werden. Das hat der Illinger Bürgermeister auf SR-Anfrage versichert. Er reagierte damit auf Befürchtungen der SPD. Deren Fraktionschef im Gemeinderat Guido Jost hatte darauf hingewiesen, dass in dem Auflösungsvertrag mit dem inzwischen entlassenen Mitarbeiter bereits eine feste Schadenssumme vereinbart worden sei.

Die genaue Höhe des möglichen Schadens stehe aber noch gar nicht fest und müsse erst ermittelt werden. Zum konkreten Inhalt des Auflösungsvertrages wollte sich König zwar nicht äußern. Der ehemalige Mitarbeiter habe aber zugesagt, den kompletten Schaden zu begleichen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 10.02.2020 berichtet.

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