Logo der Uniklinik Homburg (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Staatskanzlei gibt UKS-Vorstand Rückdeckung

Barbara Spitzer   10.07.2021 | 09:31 Uhr

Im Skandal um den mutmaßlichen Missbrauch von Kindern an der Uniklinik in Homburg gibt es nach Angaben der Staatskanzlei keinen Anlass für personelle Konsequenzen beim kaufmännischen Direktor des Klinikums, Ulrich Kerle. Die SPD-Fraktion hatte ihm Pflichtverletzungen vorgeworfen und die Klinikleitung aufgefordert, Konsequenzen zu prüfen.

Kerle habe 2014 nicht dafür gesorgt, dass Eltern zeitnah über den möglichen Missbrauch ihrer Kinder informiert wurden, begründet die SPD-Fraktion im Landtag ihre Forderung, Konsequenzen gegen Ulrich Kerle zu prüfen.

Zudem habe er pflichtwidrig die Klinikaufsicht nicht über die Strafanzeige gegen den Assistenzarzt Matthias S. unterrichtet. Zuvor hatte die Staatskanzlei festgestellt, dass der Klinikvorstand die Eltern hätte informieren müssen.

Beweisaufnahme beendet

Der Untersuchungsausschuss zum mutmaßlichen Kindesmissbrauch hat am Dienstag seine Beweisaufnahme beendet. Der Abschlussbericht soll bis zum Jahresende vorliegen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 09.07.2021 berichtet.

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