Karte: Großregion SaarLorLux (Foto: SR/dpa)

Saarland übernimmt Vorsitz der Großregion

Uli Hauck   25.01.2019 | 14:06 Uhr

Am Mittwoch übernimmt das Saarland für zwei Jahre den Vorsitz der Großregion. Zu ihr gehören neben dem Saarland und Rheinland-Pfalz auch Luxemburg, die Wallonie und Teile der Region Grand Est. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) will im Bereich der Wirtschaft Hürden abbauen und die Großregion in der Bevölkerung bekannter machen.

Für den Ministerpräsidenten ist es das größte Hemmnis, dass Arbeitskräfte grenzüberschreitend nicht so eingesetzt werden können, wie gewünscht. Gerade der Mittelstand leide unter unglaublicher Bürokratie, insbesondere wenn es darum geht, Mitarbeiter nach Frankreich zu schicken. Ziel müsse es deshalb sein, „absolute Mobilität und Freizügigkeit zu bekommen“. Deshalb will Hans den Gipfel-Vorsitz der Großregion auch dazu nutzen, bei den nationalen Regierungen Druck zu machen.

Der europapolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Christian Petry, sieht das Problem ähnlich. Er hofft, dass unter dem saarländischen Gipfel-Vorsitz erste Beschlüsse des Aachener Vertrages zwischen Deutschland und Frankreich umgesetzt werden. Konkret im Bildungs- , Verkehrs- und eben im Arbeitsrecht

Zusammengehörigkeitsgefühl stärken

Insgesamt will das Saarland während der zwei Jahre das Bewusstsein der Bürger für die Großregion und das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken. Grenzüberschreitende Sport- und Kulturveranstaltungen sollen deshalb noch besser beworben werden.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 25.01.2019 berichtet.

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