Vittel,Ortsschild (Foto: Lisa Huth/SR)

Vittel: Umweltkommission für Pipeline

Lisa Huth / Onlinefassung: Rebecca Kaiser   04.07.2018 | 19:01 Uhr

Die Bewohner des Mineralwasserortes Vittel in den Vogesen müssen damit rechnen, ihr Wasser künftig über eine Pipeline aus einem anderen Ort zu beziehen. Dafür hat sich die lokale Umweltkommission am Mittwoch ausgesprochen. Vor der finalen Entscheidung steht aber noch eine öffentliche Anhörung aus.

Diese Entscheidung rief auch die Gegner der Pipeline auf den Plan, die in in Epinal dagegen demonstrierten. Sie verlangen, dass der Konzern Nestlé seine Wasserförderung einstellt. Grund ist ein Absinken des Grundwasserspiegels seit Jahrzehnten. Das Wasser fließt nicht schnell genug nach, um das Abpumpen durch den Nestlé-Konzern wieder aufzufüllen. Die Rede ist von einem Defizit von einer Million Kubikmeter im Jahr.

Der Präsident der Umweltvereinigung "Vosges Nature Environnement", Jean-François Fleck, teilte dem SR mit, die Entscheidung der Umweltkommission werde bereits als endgültig verkauft. Dabei müsse noch eine öffentliche Anhörung, eine so genannte "Enquête Publique" erfolgen. Die Gegner wollten notfalls vor Gericht ziehen, um die Pipeline zu verhindern.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 04.07.2018 berichtet.

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