Ein Stahlarbeiter bearbeitet eine Stahlpfanne. (Foto: picture alliance / Julian Stratenschulte/dpa)

Altmaier will EU-Fördergelder für Umbau der Stahlindustrie

  11.12.2020 | 18:48 Uhr

Bundeswirtschaftsminister Altmaier will Fördergelder der EU für einen Umbau der deutschen Stahlindustrie hin zu einer klimaneutralen Produktion mobilisieren. Zuvor hatte unter anderem Altmaiers saarländische Amtskollegin Rehlinger darauf gedrängt, Ankündigungen endlich Taten folgen zu lassen.

"Nächste Woche geben wir unter deutscher Ratspräsidentschaft den Startschuss für ein gemeinsames europäisches Projekt für die Wasserstoffwirtschaft", teilte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Freitag nach einer Videokonferenz der Wirtschaftsminister von Bund und Stahlländern mit. "Damit wollen wir starke Anschubinvestitionen für Wasserstoffprojekte auch in der Stahlindustrie erreichen."

Mehrere Herausforderungen für Stahlindustrie

Die deutsche Stahlindustrie kämpft an mehreren Fronten: Dumpingpreise und Überkapazitäten auf dem Weltmarkt setzen sie ebenso unter Druck wie Umsatzeinbrüche durch Corona. Hinzu kommt ein immens teurer Umbau der Produktion für den Klimaschutz. Die Bundesregierung hatte mit einem im Sommer verabschiedeten "Handlungskonzept Stahl" zugesagt, die Unternehmen bei dem viele Milliarden Euro kostenden Umstieg von der Kohle zum Wasserstoff zu unterstützen.

Kurz vor dem virtuellen Stahlgipfel hatte die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) darauf gedrängt, den Ankündigungen aus dem Konzept endlich Taten folgen zu lassen. Auch mehrere SPD-Bundestagsabgeordnete aus den Stahlländern hatten sich in einem Schreiben an Altmaier gewandt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 11.12.2020 berichtet.

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