Logo-Fahnen von Villeroy & Boch  (Foto: SR)

200 Stellen bei Villeroy & Boch im Corona-Jahr 2020 abgebaut

Karin Mayer   17.02.2021 | 14:50 Uhr

Der Keramikhersteller Villeroy & Boch hat im Corona-Jahr 2020 trotz Produktionsstillständen und Lockdown ein stabiles Ergebnis erreicht. Allerdings wurden auch 200 Stellen abgebaut und insgesamt 50 Geschäfte geschlossen.

Villeroy & Boch: erfolgreiches Geschäftsjahr mit stabilem Ergebnis
Audio [SR 3, Karin Mayer, 17.02.2021, Länge: 03:04 Min.]
Villeroy & Boch: erfolgreiches Geschäftsjahr mit stabilem Ergebnis

Das Unternehmen Villeroy & Boch sei sehr gut durch das Jahr 2020 gekommen, sagte der Vorstandsvorsitzende Frank Göring. Das Konzernergebnis nach Zinsen und Steuern beträgt 22,9 Millionen Euro. Der Umsatz lag mit 800,9 Millionen Euro um 3,9 Prozent unter dem des Vorjahres.

Nachdem das Unternehmen im ersten Halbjahr 2020 noch Millionenverluste machte, setzte es Sparmaßnahmen an und reduzierte die Kosten nach eigenen Angaben um rund 35 Millionen Euro. Dafür wurden auch insgesamt 50 Geschäfte und Verkaufsstellen im Handel geschlossen und 200 Stellen abgebaut. Betroffen sind sowohl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ehemaligen Karstadt-Kaufhof Filialen als auch in eigenen Geschäften.

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Der Anteil des E-Commerce ist nach Unternehmensangaben in der Pandemie stark gestiegen. Der Bereich Tischkultur heißt künftig Dining und Lifestyle. Hier ist der Umsatz im vergangenen Jahr um fast 50 Prozent gestiegen.

Gleichzeitig vesrucht V&B nicht länger, mit dem Bad und Wellness-Angebot den US-amerikanischen Markt zu erobern. Das Werk in Mexiko wurde zum Jahresende verkauft. In Europa und im heimischen Markt erzielt V&B dagegen in diesem Bereich gute Umsätze: Vor allem im dritten und vierten Quartal stieg der Umsatz hier.

Umsatzplus für 2021 erwartet

Für das Jahr 2021 ist der Keramikhersteller aus Mettlach optimistisch und erwartet drei bis fünf Prozent Umsatzplus. Der Auftragsbestand ist aktuell doppelt so hoch wie im Vorjahr. Grund dafür sind verschobene Projekte, aber auch ein hoher Auftragseingang.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 17.02.2021 berichtet.


17.02.2021 14:50 Uhr

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Fassung des Artikels hieß es, vor Zinsen und Steuern wurde nach Angaben des Keramikherstellers ein Ergebnis von 79,4 Millionen Euro erreicht. Dabei handelt es sich um das Konzernergebnis für das Jahr 2019.

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