Logo-Fahnen von Villeroy & Boch  (Foto: SR)

Coronabedingter Gewinneinbruch bei V&B

Karin Mayer / Onlinefassung: Anne Staut   22.04.2020 | 12:34 Uhr

Der coronabedingte Stillstand trifft den Keramikhersteller Villeroy&Boch hart. Im ersten Quartal ist das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern regelrecht eingebrochen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sank nach Unternehmensangaben auf 4,3 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr mit 8,5 Millionen Euro hat sich der sogenannte Ebit damit fast halbiert. Der Konzernumsatz liegt dagegen mit rund 182 Millionen Euro nur 7,7 Prozent unter dem Vorjahr.

Wegen Corona-Stillstand

Der Keramikhersteller spürt die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf dem chinesischen Markt. Vor allem die Schließung der Geschäfte im März hat ein starkes Umsatzminus verursacht. Nach Angaben einer Sprecherin sind alle Tischkulturshops außer in Schweden geschlossen. Im Minus ist zudem der Bereich Bad und Wellness.

Villeroy&Boch hat Kurzarbeit für die Beschäftigten in Deutschland beantragt. In anderen Ländern greifen derzeit Urlaubsregelungen oder andere Maßnahmen. Für das zweite Quartal erwartet der Konzern einen weiteren Umsatzrückgang. Weltweit hat der Keramikhersteller über 7200 Beschäftigte.

Gespräche zu Übernahme von Ideal Standard laufen weiter

Trotz Umsatzrückgang hält Villeroy&Boch an den Übernahme-Gesprächen mit Ideal Standard fest. Wie die Unternehmenssprecherin dem SR mitteilte, laufen die Verhandlungen über den Kauf des Badkeramik und Amaturen-Herstellers mit Sitz in Belgien weiter. Aufgrund der Corona-Pandemie haben die Verhandlungen derzeit aber keine höchste Priorität, so die Sprecherin.

Derzeit prüft der Keramikhersteller aus Mettlach, ob die verschobene Hauptversammlung als Video-Konferenz nachgeholt werden kann. Ein Termin für das Aktionärstreffen steht aber noch nicht fest.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 22.04.2020 berichtet.

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