das Firmenlogo von Villeroy & Boch auf Tassen (Foto: dpa)

Villeroy & Boch erwartet Erholung im zweiten Halbjahr

Karin Mayer / Onlinefassung: Thomas Braun   20.07.2020 | 12:49 Uhr

Der Keramikhersteller Villeroy & Boch hat infolge der Corona-Krise im ersten Halbjahr 2020 rote Zahlen geschrieben. Weil weltweit Standorte geschlossen waren, schrumpfte der Umsatz auf 340 Millionen Euro. Zuletzt zogen die Auftragseingänge aber wieder an.

Im ersten Quartal des Jahres ist der Gewinn geschrumpft, im zweiten Quartal ist er regelrecht eingebrochen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag bei einem Minus von zehn Millionen Euro. Wegen der Corona-Pandemie ist die Nachfrage eingebrochen, die Produktion wurde gestoppt oder gedrosselt.

Video [aktueller bericht, 20.07.2020, Länge: 3:01 Min.]
Villeroy & Boch verzeichnen Umsatzrückgänge wegen Corona

Der Bereich Tischkultur hat im zweiten Quartal fast 22 Prozent Umsatz verloren, weil die Verkaufsstellen weltweit schließen mussten. Das konnte auch ein starkes Plus von 26 Prozent im Online-Verkauf nicht wettmachen.

Positive Entwicklung im zweiten Halbjahr

V&B: Umsatzminus wegen Corona
Audio [SR 3, Karin Mayer, 20.07.2020, Länge: 02:59 Min.]
V&B: Umsatzminus wegen Corona

Im zweiten Halbjahr will Villeroy & Boch nun aber aufholen: Seit Juni steigt der Auftragseingang. Die Produktion läuft wieder, Kurzarbeit wurde reduziert, sagte eine Sprecherin. Für 2020 erwartet das Unternehmen insgesamt einen Umsatzrückgang von zehn Prozent und ein Ergebnis unter dem Vorjahr. Trotz des Umsatzeinbruches denkt V&B weiter über den Kauf des Armaturenherstellers Ideal Standard nach.

Villeroy & Boch beschäftigt weltweit knapp 7000 Mitarbeiter, davon 1900 im Saarland.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 20.07.2020.

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