Ford in Saarlouis (Foto: SR)

Ford-Werk steht vor vierwöchigem Stillstand

Karin Mayer   15.04.2021 | 16:57 Uhr

Nach nur sechs Produktionstagen im April steht das Ford-Werk in Saarlouis vor einem neuen Stillstand. Wie der Betriebsrat mitteilt, hat das Unternehmen für rund einen Monat Kurzarbeit angemeldet.

Grund für den Stillstand ist der weltweite Halbleitermangel. In einer Betriebsratsinformation heißt es: Zwar bemühten sich die Chiphersteller, weitere Kapazitäten aufzubauen, durch die zeitweise Blockade des Suezkanals und durch den Brand einer Chipfabrik in Japan seien aber immer mehr Hersteller von der Knappheit betroffen.

Weiterer Jobabbau droht

Noch mehr Kurzarbeit bei Ford Saarlouis
Audio [SR 1, (c) Peter Liebertz, Karin Mayer, 15.04.2021, Länge: 02:24 Min.]
Noch mehr Kurzarbeit bei Ford Saarlouis

Unterdessen droht bei Ford weiterer Personalabbau. Zum Jahresende besteht im Werk ein Personalüberhang von 600 Mitarbeitern. Wie der Betriebsratsvorsitzende Markus Thal mitteilt, hat die Geschäftsführung erstmals Gespräche über eine Zukunftsperspektive und ein neues Modell für das Werk zugesagt. Der Termin soll im April stattfinden.

Weil auch am Standort Valencia 1000 Jobs bedroht sind, verlangt der europäische Betriebsrat eine Zukunftsperspektive für alle Standorte. Seit Jahresanfang ist bekannt, dass drei Werke in Brasilien mit insgesamt 5000 Beschäftigten geschlossen werden.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 15.04.2021.

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