Kassiererin (Foto: dpa)

Viele Saarländer befristet oder in Teilzeit angestellt

  24.06.2019 | 14:20 Uhr

Im Saarland arbeitet fast jeder vierte Arbeitnehmer in Teilzeit, in Minijobs oder ist befristet angestellt. Das geht aus einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung hervor. Demnach liegt das Saarland über dem Bundesdurchschnitt, der bei 20 Prozent liegt.

Aus der Studie der Stiftung geht auch hervor, dass Frauen häufiger als Männer auf Vollzeitstellen verzichten, oft aus familiären Gründen. Die Hans-Böckler-Stiftung teilte dem SR mit, im Saarland seien 37 Prozent der Frauen in atypischen Arbeitsverhältnissen beschäftigt. Das ist in der Studie der höchste Wert bundesweit.

Atypisches Arbeitsverhältnis

Anstellungen in Teilzeit, befristet, bei einer Leiharbeitsfirma oder in Form eines Minijobs werden als atypisch bezeichnet. Sie unterscheiden sich von einer unbefristeten und sozialversicherungspflichtigen Vollzeitstelle.

Seit Anfang der 90er Jahre sei im Saarland aber auch der Anteil der atypisch beschäftigten Männer deutlich von vier auf zwölf Prozent gestiegen.

Als Gründe für die hohen Zahlen im Saarland nennt die Studie unter anderem die schlechtere wirtschaftliche Lage. Zudem gebe es hier zu wenige Kinderbetreuungsplätze.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 24.06.2019 berichtet.

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