Visualisierung: geplante Polizeiinspektion Saarbrücken Mainzer Straße (Foto: Arus GmbH und Wenzel+Wenzel)

Innenministerium schiebt Saarbrücken den Schwarzen Peter zu

  20.07.2020 | 15:29 Uhr

Das Innenministerium sieht die Verantwortung für die Verzögerungen beim Bau der neuen Polizei-Großinspektion in Saarbrücken bei der Landeshauptstadt. Zuletzt wurde öffentlich, dass sich die Fertigstellung des Gebäudekomplexes deutlich nach hinten verschiebt.

Der Gebäudekomplex wird nach Ministeriumsangaben erst Ende 2023 fertig – ein Jahr später als bislang geplant. Ursprünglich sollten die rund 40 Millionen Euro teuren Baumaßnahmen bereits in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Landeshauptstadt in der Verantwortung?

Grund dafür seien Verzögerungen beim Bauplanungsverfahren und beim Baugenehmigungsverfahren durch die Landeshauptstadt. Ein Ministeriumssprecher betonte, dadurch würden die Kosten für das Projekt lediglich inflationsbedingt steigen.

Für die bestehenden drei Dienststellen Alt-Saarbrücken, Brebach und St. Johann, die in der neuen Großinspektion Saarbrücken zusammengeführt werden sollen, entstünden dadurch keine „grundsätzlichen Probleme“. In der Großinspektion sollen einmal rund 300 Beamte in 200 Büros arbeiten.

Bereits Ende 2019 hatte das saarländische Innenministerium über Verzögerungen bei der Umsetzung des Großprojektes informiert. Damals sorgte unter anderem ein schwer abzutragender alter Bunker auf der Baustelle für Probleme.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 20.07.2020 berichtet.

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