Ein Schild mit der Aufschrift "Geschlossen" hängt an einer Tür. (Foto: picture alliance/Daniel Karmann/dpa)

Händler wegen Coronaregelung verunsichert

Sarah Sassou   17.03.2020 | 18:03 Uhr

Die Verunsicherung der saarländischen Händler ist derzeit groß. Nachdem die saarländische Regierung am Montag verkündet hatte, dass die meisten Geschäfte ab Mittwoch nicht mehr öffnen dürfen, ist einigen noch immer unklar, welche Läden betroffen sind und welche nicht.

Fabian Schulz vom Handelsverband Saar sagte, viele Händler könnten nicht einschätzen, ob sie nun systemrelevant sind und ihre Läden damit offen bleiben dürfen oder nicht. Vieles gehe nicht eindeutig aus der Verordnung des Landes hervor. Zum Beispiel ob der Schuhladen, der noch einen Orthopädiedienst anbiete, nun weiterhin öffnen darf oder geschlossen bleiben muss. Auch Kaufhäuser seien unsicher.

Existenz vieler Geschäfte gefährdet

Auch der Lebensmittelhandel ist im Moment nicht euphorisch. Schulz sprach von einer Umsatzverlagerung: Zwar kauften die Menschen jetzt mehr Lebensmittel auf Vorrat. Diese würden sie aber später auch verbrauchen und dann weniger einkaufen.

Nun sei die Existenz vieler Geschäfte gefährdet – und damit auch Arbeitsplätze. Es gebe viele Zusagen aus der Politik, die Unternehmer zu unterstützen. Davon sei aber wenig ganz konkret. Das müsse sich schnell ändern. Außerdem sei nun die Kreativität der Händler gefragt, um sich Möglichkeiten zu schaffen, trotz der Corona-Krise Geld zu verdienen. 

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Region am 17.03.2020 berichtet.

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