Polizeikelle (Foto: dpa/Armin Weigel)

Probleme an neu geöffneten Grenzen

mit Informationen von Lisa Huth   19.04.2020 | 21:28 Uhr

Die Bundespolizei musste am Wochenende an den deutsch-französischen Grenzübergängen mehrere hundert Menschen zurückweisen. Vor allem an den neu geöffneten Grenzübergängen gab es Probleme.

Vor allem an der L253 und an der Freundschaftsbrücke in Kleinblittersdorf wurden zahlreiche Menschen zurückgewiesen, die zum Beispiel im Saarland einkaufen wollten. Waren es am Samstag noch mehrere Hundert, war am Sonntag die Zahl derer, die ohne triftigen Grund über die Grenzen wollten, verschwindend gering, berichtet Bundespolizeisprecher Karsten Eberhardt.

Missverständnisse an neu geöffneten Grenzübergängen
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 20.04.2020, Länge: 02:37 Min.]
Missverständnisse an neu geöffneten Grenzübergängen
Die Bundespolizei musste am Wochenende an den deutsch-französischen Grenzübergängen mehrere hundert Menschen zurückweisen. Vor allem an den neu geöffneten Stellen kam es zu Missverständnissen.

Hohe Geldstrafen drohen

Die Beamten machen darauf aufmerksam, dass auch an den neu geöffneten Grenzübergängen in Kleinblittersdorf und Remich die bisherigen Einschränkungen gelten. Demnach dürfen nur Berufspendler und der Güterverkehr die Grenze passieren.

Trotz der zusätzlichen Grenzöffnungen bleibt die Situation für Berufspendler von und nach Frankreich angespannt. Betroffen sind vor allem Arbeitnehmer, die im Saarland angestellt sind, sowie Dienstleister mit Aufträgen in Frankreich.

Die französische Polizei kontrolliert auf ihrer Seite scharf: Es drohen Geldstrafen in vierstelliger Höhe. Für Lothringer und Saarländer gilt: Weiterhin müssen sie an den elf Grenzübergängen eine Bescheinigung vorzeigen, sonst werden sie zurückgewiesen. 

Vizepräsident "Frontaliers Moselle" zu den Problemen an neu geöffneten Grenzen
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 20.04.2020, Länge: 03:14 Min.]
Vizepräsident "Frontaliers Moselle" zu den Problemen an neu geöffneten Grenzen
Im Gespräch mit Sonja Marx erläutert Wolfgang Niederländer, Vizepräsident "Frontaliers Moselle" unter anderem, warum es seiner Meinung nach zu Missverständnissen an den neu geöffneten Grenzübergängen kommt. Des Weiteren spricht er über die rechtlichen Probleme von Grenzgängern, deren Kurzarbeitergeld aktuell doppelt versteuert werden muss.


Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 18.04.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja