Ein Schild weist auf eine Bushaltestelle hin (Foto: dpa/Jan Woitas)

Weitgehend reibungsloser Start der Verstärkerbusse

Daniel Dresen   16.03.2021 | 15:17 Uhr

Das erste Fazit zum Einsatz von Verstärkerbussen für saarländische Schüler fällt weitgehend positiv aus. Das hat eine stichprobenartige Umfrage des SR bei den Verkehrsunternehmen und der Landesschülervertretung ergeben.

Am Montag ist auch für die bisher übrig gebliebenen Klassenstufen der Wechselunterricht im Saarland wieder gestartet. Deshalb kommen auch wieder mehr Busse zur Entlastung im Schulbusverkehr zum Einsatz, die sogenannten Verstärkerbusse. Laut dem saarländischem Verkehrsministerium sind es insgesamt 113 zusätzliche Busse, die 241 zusätzliche Fahrten ermöglichen.

Nach einer stichprobenartigen Umfrage bei der Saarbahn, Saar-Mobil und den Kreisverkehrsbetrieben Saarlouis (KVS) sowie bei der Landesschülervertretung kommen alle zu einem weitgehend zufriedenstellenden ersten Fazit. Handlungsbedarf gibt es eher in Ausnahmefällen.

So möglicherweise bei einer Fahrt der Saar-Mobil zur Gemeinschaftsschule Schaumberg Theley. "Uns wurde gemeldet, dass der Bus unter Umständen zu voll ist. Das überprüfen wir zusammen mit dem Landkreis St. Wendel und treffen dann eine Entscheidung bis Mittwoch, ob ein weiterer Bus eingesetzt werden muss", sagt Arne Bach, Geschäftsführer der Saar-Mobil.

Keine Kapazitätsprobleme

Das Verkehrsunternehmen mit Sitz in Püttlingen hat bisher 24 Verstärkerbusse eingesetzt, die 51 zusätzliche Fahrten im Landkreis St. Wendel, im Saarpfalz-Kreis und in Teilen des Regionalverbands leisten.

Für die KVS waren nach eigenen Angaben am Montag 21 Verstärkerbusse im Einsatz. "Da aktuell nur die Hälfte der Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht ist, gab es keinerlei Kapazitätsprobleme", teilt die KVS-Sprecherin Silvia Paulus mit. Auch bezüglich des Verhaltens der Schülerinnen und Schüler habe es keinerlei Beanstandungen gegeben. Am ZOB Kleiner Markt in Saarlouis habe das Unternehmen FFP2-Masken an Fahrgäste verteilt. Weitere Aktionen seien unter anderem in Lebach und Wadern geplant.

Mehr Infos in den Schulen gefordert

Auch bei der Saarbahn sind die Verantwortlichen entspannt. "Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind uns keine Probleme oder Besonderheiten gemeldet worden", so die Sprecherin Ulrike Reimann. Das Unternehmen ermöglicht 13 zusätzliche Fahrten. Im Herbst klagte die Saarbahn noch darüber, dass viele Verstärkerbusse, die parallel zur Saarbahn-Strecke fuhren, von den Schülern nicht genutzt wurden. Stattdessen hätten sich die Schüler in die volle Saarbahn gedrängt. Zuvor hatten Eltern von teilweise haarsträubenden Zuständen im Schulverkehr berichtet.

Der Sprecher der Landesschülervertretung, Lennart-Elias Seimetz, hat sich aktuell für den SR in der Schülerschaft umgehört. Vereinzelte Schüler wünschen sich noch, dass in den Schulen durch Aushänge der Fahrzeiten oder durch Durchsagen stärker auf das Angebot der Verstärkerbusse aufmerksam gemacht wird. Die Meinungen und Empfindungen zur Auslastung der Busse rangieren zwischen "besser verteilt als zuvor" und "ziemlich voll".

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