Die Saarbahn an einem Bahnhof (Foto: SR)

Resolution gegen Kostensteigerung für Saarbahn

Lisa Huth   11.01.2021 | 16:51 Uhr

Der Interregionale Parlamentarierrat der Großregion hat angesichts einer neuen Kostensteigerung gefordert, eine verlässliche Linie der grenzüberschreitenden Saarbahn zu erhalten. Die SNCF verlangt für den Streckenabschnitt nach Saargemünd rund 76.000 Euro mehr als noch 2018.

Es ist nicht das erste Mal, dass der erste grenzüberschreitende Schienenpersonennahverkehr Europas in Gefahr ist. Anlass dieses Mal: 2018 noch erhob die SNCF knapp 92.000 Euro für die 800 Meter von der Grenze bis Saargemünd. Laut Vertrag darf die Summe „angepasst an die Inflation“ steigen. Die SNCF will jetzt aber satte 168.000 Euro, und rückwirkend ab 2019.

Laut der Vorsitzenden der Verkehrskommission, Isolde Ries, will der IPR jetzt nicht nur in einer Resolution gegen diese Erhöhung vorgehen, sondern das Problem ein für alle Mal gelöst wissen. Alle profitierten von dieser Streckenverbindung, darum müssten neben der Saarbahn auch die Region Grand Est und der Eurodistrikt eingebunden werden, weshalb sich die Resolution auch an Regionalratspräsident Jean Rottner richtet. 

Brief an zuständige Ministerien

Ähnliches wie der IPR hatten zuvor bereits die AfD und die Plattform Mobilität gefordert - und auch der Bürgermeister von Saargemünd, Marc Zingraff, und der Saarbrücker Oberbürgermeiste Uwe Conradt (CDU). Sie haben einen Brief an die zuständigen Ministerien in Paris und Berlin, an den neuen Ausschuss für grenzüberschreitende Zusammenarbeit sowie die regionalen Autoritäten gerichtet, damit das Problem nicht alle paar Jahre wieder erneut aufs Tapet gebracht werden muss.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 11.01.2021 berichtet.

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