Ein Radfahrer wartet an einer roten Ampel (Foto: picture alliance / Silas Stein/dpa)

Tempo 30 auf wichtigen Radstrecken?

  04.04.2019 | 06:37 Uhr

Die Verkehrsministerkonferenz will bei ihrer Tagung heute und morgen in Saarbrücken unter anderem über Verbesserungen für den Fahrradverkehr beraten. Das geht aus einem Bericht der Arbeitsgruppe Radverkehrspolitik hervor, der dem Saarländischen Rundfunk vorliegt. Darin werden 15 Punkte genannt, die in der Straßenverkehrsordnung geändert werden sollen.

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) soll fahrradfreundlicher werden. Unter anderem schlägt die Arbeitsgruppe Radverkehrspolitik vor, dass auf Strecken innerhalb von Ortschaften, die für den Radverkehr wichtig sind, Tempo 30 gelten soll. Außerorts soll bei fehlenden Radwegen eine Geschwindigkeitsbeschränkung erleichtert werden. Außerdem soll der Mindestabstand beim Überholen von Fahrradfahrern auf 1,5 Meter festgeschrieben werden.

Aufgrund der zahlreichen schweren Unfälle beim Rechtsabbiegen von LKW schlägt die Arbeitsgruppe vor, hier künftig Schrittgeschwindigkeit vorzuschreiben. Außerdem soll es Fahrradfahrern bei entsprechender Verkehrslage gestattet werden, nebeneinander zu fahren. Bisher ist in der StVO vorgeschrieben, dass Fahrradfahrer hintereinander fahren müssen.

Radfahrer sollen sich im Alltag sicher fühlen

Die aktuelle Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Anke Rehlinger (SPD), sagte dem SR: „Wer den Klimaschutz ernst nimmt, muss den Radverkehr stärken. Wer Rad fährt, muss sich im Alltagsverkehr sicher fühlen können, dafür kann man in der StVO noch einiges tun.“ Deshalb hofft sie darauf, dass die Vorschläge der Arbeitsgruppe auch umgesetzt werden: „Die Verkehrsministerkonferenz wird auch ein Zeichen für eine Stärkung der Radfahrer setzen.“

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten des SR vom 02.04.2019 berichtet.

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