Halberg Guss (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Verhandlungen bei Halberg Guss unterbrochen

  18.07.2018 | 21:43 Uhr

Die Verhandlungen über einen Sozialplan für die Mitarbeiter des Autozulieferers Neue Halberg Guss sind am Mittwochabend nach fünf Stunden unterbrochen worden. Wie die IG Metall mitteilte, konnten sich die Geschäftsführer und die Vertreter der IG Metall in Frankfurt nicht einigen. Ein neuer Verhandlungstermin steht noch nicht fest.

Nach Angaben der IG Metall streben beide Verhandlungspartner aber die kurzfristige Fortsetzung der Verhandlungen an. Dies könne noch diese Woche geschehen. Die Streiks in den Neue-Halberg-Guss-Werken in Saarbrücken und Leipzig würden fortgesetzt.

Die Geschäftsführung der Neuen Halberg Guss sieht erste Fortschritte bei den Verhandlungen. IG Metall und NHG seien sich erstmals nähergekommen. Außerdem appellierte der Geschäftsführer Barbaros Arslan an die Mitarbeiter und die Gewerkschaft, eine Streikpause einzulegen und die Produktion wieder aufzunehmen. Nur wenn die Neue Halberg Guss schnellstmöglich ihre langjährigen Kunden wieder beliefern könne, hätte der Standort Saarbrücken eine Zukunft.

Es war die fünfte Verhandlungsrunde. Maximal 56.000 Euro als Abfindung standen unter anderem bisher im Raum. Die IG Metall hält das Angebot für viel zu niedrig. Fordert deutlich höhere Abfindungen und mehr Sicherheiten für die Beschäftigten.

Rehlinger fordert Entgegenkommen

Seit knapp fünf Wochen wird nun in Saarbrücken und Leipzig gestreikt. Die Geschäftsführung hatte angekündigt, den Standort Leipzig mit siebenhundert Beschäftigten Ende 2019 zu schließen. In Brebach will sie 300, der rund 1500 Jobs abbauen. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) hatte zuletzt ein Entgegenkommen von beiden Seiten eingefordert.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 18.07.2018 berichtet.

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