Halberg Guss (Foto: SR)

Neue Halberg Guss: Fronten weiter verhärtet

Karin Mayer / Onlinefassung: Anne Staut   28.06.2018 | 14:53 Uhr

Die Geschäftsführung des Autozulieferers Neue Halberg Guss will nach SR-Informationen zurück an den Verhandlungstisch. Ein entsprechendes Schreiben ist in der Nacht bei der IG Metall eingegangen. Die Gewerkschaft sieht das Angebot mit Blick auf die Forderungen der Geschäftsführung jedoch kritisch. Die Fronten zwischen den Verhandlungspartnern scheinen damit auch weiterhin verhärtet zu sein.

Der Sozialtarifvertrag soll allerdings nur für den Standort Leipzig gelten. Die unbefristet Beschäftigten im Saarland sollen eine Jobgarantie bis Ende 2019 erhalten. Das Angebot gilt aber nur, wenn der Streik direkt beendet wird. Die Gewerkschaft soll sich bis Anfang nächster Woche dazu äußern.

Sozialtarif soll verhandelt werden
Audio [SR 3, Yvonne Schleinhege, 28.06.2018, Länge: 00:54 Min.]
Sozialtarif soll verhandelt werden

Der erste Bevollmächtigte der IG Metall Saarbrücken Hans-Peter Kurtz lehnt das ab. Das Angebot bestätige aber die Befürchtung, dass der Standort Saarbrücken 2020 stark gefährdet sei. Der Streik werde erst beendet, wenn auch die Zukunft beider Standorte gesichert sei. Allerdings sei die IG Metall verhandlungsbereit, wenn verhandlungsfähiges Angebot vorliege.

Die Beschäftigten von Neue Halberg Guss sind seit 14. Juni im Streik. Am Donnerstagmorgen haben Streikposten mit einer Sitzblockade verhindert, dass Arbeitswillige ins Werk gehen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 28.06.2018 berichtet.

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