Busse der SaarVV fahren nicht. (Foto: Pasquale D`Angiolillo)

Verhandlungen gehen weiter

Sarah Sassou / Onlinefassung: Rebecca Kaiser   14.10.2019 | 06:40 Uhr

In Saarbrücken gehen heute die Verhandlungen im Tarifstreit um die Bezahlung für Beschäftigte der kommunalen Verkehrsbetriebe weiter. Seit fast drei Wochen fahren in Neunkirchen, Saarlouis, Völklingen und Saarbrücken keine Busse, weil sich Arbeitgeber und Gewerkschaft Verdi nicht einigen können.

Tarifverhandlungen der Busfahrer gehen weiter
Audio [SR 3, Sarah Sassou, 14.10.2019, Länge: 00:53 Min.]
Tarifverhandlungen der Busfahrer gehen weiter

Die letzte Runde war am vergangenen Dienstag ohne Ergebnis abgebrochen worden. Die Zeit für die kommenden Gespräche des Arbeitgeberverbands KAV und der Gewerkschaft Verdi ist knapp – bis 12.00 Uhr müssen sich die Parteien versuchen, zu einigen. Barbara Beckmann-Roh vom Arbeitgeberverband sagte, der Termin heute sei nach der Vertagung vergangenen Mittwoch die einzige Möglichkeit gewesen, um alle Beteiligten schnellstmöglich wieder an einen Tisch zu bekommen.

Christian Umlauf von Verdi kritisierte den knappen zeitlichen Rahmen. Das Thema sei so wichtig und betreffe außerdem tausende Fahrgäste, da müsse man solange zusammensitzen, bis man sich einige. Ob beide Seiten heute so schnell zu einem Ergebnis kommen ist fraglich. Man ist sich einig über eine Lohnerhöhung von 18 Prozent. Geklärt werden muss aber die Laufzeit, die Arbeitgeber beharren auf fünf Jahren, Verdi fordert drei Jahre. Es gehe schließlich um die Zukunft des öffentlichen Personennahverkehrs. Der Beruf des Busfahrers müsse zumindest bei der Bezahlung wieder attraktiver werden.

750 Busfahrer im Streik

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, befinden sich laut Verdi seit rund drei Wochen circa 1000 Beschäftigte in einem Erzwingungsstreik, darunter 700 bis 750 Busfahrer. Die anderen seien Mitarbeiter in Verwaltungen, Leitstellen und Werkstätten. Verdi hatte für neue Busfahrer einen Einstiegslohn von 2800 Euro brutto im Monat gefordert sowie die Anhebung der Entgelte aller anderen Beschäftigten um 427 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zweieinhalb Jahren. Die Arbeitgeberseite will die Anhebung zeitlich strecken und hat eine Laufzeit von fünf Jahren gefordert.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 14.10.2019 berichtet.

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