Justizia (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

LSVS-Entlassungen: Vergleich wahrscheinlich

Thomas Gerber   17.01.2019 | 16:20 Uhr

In der Auseinandersetzung zwischen den 20 entlassenen Reinigungskräften und der Geschäftsleitung des LSVS vor dem Arbeitsgericht deuten sich erste Vergleiche an. Für drei der Betroffenen hat das Gericht am Donnerstag einen Kompromissvorschlag vorgelegt, den sie und vermutlich auch der LSVS annehmen werden.

LSVS-Entlassungen: Vergleich wahrscheinlich
Audio [SR 3, (c) Thomas Gerber, 17.01.2019, Länge: 03:13 Min.]
LSVS-Entlassungen: Vergleich wahrscheinlich

Die betriebsbedingten Kündigungen würden demnach zum 31. März wirksam werden, die drei ihren Job also endgültig verlieren, da der Reinigungsbereich an eine Fremdfirma vergeben werden soll. Im Gegenzug sollen die drei Abfindungen in Höhe von jeweils drei Monatsgehältern brutto bekommen. Bei den drei Klägerinnen geht es dabei um Summen zwischen 3200 und 5500 Euro - insgesamt müsste der LSVS knapp 13.000 Euro zahlen. Ob die drei das Angebot annehmen und auch das Präsidium des LSVS dem Vergleich zustimmt, ist noch nicht endgültig klar, gilt aber als eher wahrscheinlich.

Mit dem sich abzeichnenden Kompromiss dürfte die Entlassungswelle insbesondere bei den Reinigungskräften arbeitsgerichtlich aber noch längst nicht abgeschlossen sein. Kolleginnen der drei, die den Prozessbeginn vor dem Arbeitsgericht beobachtet hatten, erklärten, dass sie sich in keinem Fall mit drei Monatsgehältern zufrieden geben würden. Zumal die LSVS-Chefetage und auch die Politik ihr Versprechen noch nicht eingelöst hätten, dass ihnen Anschlussbeschäftigungen im öffentlichen Dienst angeboten würden.

weitere Informationen
Die Finanzaffäre beim LSVS

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 17.01.2019 berichtet.

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