In einem Schuhgeschäft sortiert eine Verkäuferin mit Mundschutz Ware.  (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Matthias Bein)

Verdi fordert 4,5 Prozent mehr Lohn

  15.03.2021 | 14:25 Uhr

Die Tarifrunde im saarländischen Einzel- und Versandhandel hat begonnen. Neben einer deutlichen Lohnerhöhung fordert die Gewerkschaft Verdi auch ein rentenfestes Mindesteinkommen für die Beschäftigten.

4,5 Prozent plus 45 Euro mehr im Monat bei einer Laufzeit von einem Jahr fordert die Gewerkschaft Verdi in der anstehenden Tarifrunde im saarländischen Einzel- und Versandhandel. Respekt und Wertschätzung müsse sich auch bei den Gehältern abzeichnen, so die Gewerkschaft. In der vergangenen Woche hatte sie ihre Forderungen an den Einzelhandelsverband Saarland übermittelt. Verdi verweist dabei auch auf die schwierige Situation vieler Beschäftigten in Kurzarbeit. Es müsse ein entsprechender Ausgleich geschaffen werden, wenn die Umsätze und Gewinne nun wieder steigen würden.

Rentenfestes Mindesteinkommen und Allgemeinverbindlichkeit

Neben einer Lohnerhöhung fordert Verdi zudem ein rentenfestes Mindesteinkommen von 12,50 Euro je Arbeitsstunde. Außerdem soll der so ausgehandelte Tarifvertrag verbindlich für alle Betriebe gelten.

„Durch die Wiedereinführung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge würden für alle Betriebe im Einzel- und Versandhandel gleiche Bedingungen für Personalkosten geschaffen und damit Tarifflucht und Wettbewerbsverzerrung ein großes Stück minimiert werden“, so Monika Di Silvestre, Landesfachbereichsleiterin bei Verdi.

Für Unternehmen in Schieflage zeigt sich die Gewerkschaft außerdem bereit, gesonderte Lösungen zu finden, um Beschäftigung zu sichern. Nun soll mit den Arbeitgebervertretern über die Forderungen verhandelt werden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 16.03.2021 berichtet.

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