Das Druckhaus der Saarbrücker Zeitung  (Foto: Imago/BeckerBredel)

Verdi ruft zu Warnstreik im Druckhaus der Saarbrücker Zeitung auf

  01.07.2022 | 08:33 Uhr

Im Druckhaus der Saarbrücker Zeitung könnte es in der Nacht von Freitag auf Samstag zu Problemen kommen. Wegen gescheiterter Tarifverhandlungen fordert die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten zum Warnstreik auf.

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten im Druckhaus der Saarbrücker Zeitung zu einem Warnstreik am Freitag ab 19.00 Uhr aufgerufen. Grund dafür seien die gescheiterten Tarifverhandlungen für den Bereich Druckhaus.

"Der Arbeitgeber hat uns in der ersten Tarifverhandlung mitgeteilt, dass der Geschäftsbereich Druck ausgegliedert wird und entsprechend keine Tarifanpassung mehr erfolgen soll", erklärt Michael Holdinghausen, Landesfachsbereichsleiter von Verdi.

Diese Entscheidung sei in Zeiten von Preissteigerungen und hoher Inflation ein "Schlag ins Gesicht für die 30 Beschäftigten".

Solidaritätsstreik am Morgen

Die Saarbrücker Zeitung plant, den Geschäftsbereich Druck zur Werbe Vertrieb Saar GmbH auszugliedern, die ebenfalls eine Gesellschaft des Zeitungskonzerns ist. Die Beschäftigten dort hat Verdi zu einem Solidaritätsstreik ab Freitagmorgen aufgerufen.

„Der Betrieb ist zwar noch nicht tarifgebunden, allerdings haben sich die Kolleginnen und Kollegen mehrheitlich bei Verdi organisiert und somit haben wir auch die Werbe Vertrieb Saar GmbH zu Tarifverhandlungen aufgefordert", sagt Julia Mole, zuständige Gewerkschaftssekretärin.

Die Verdi-Mitglieder des Druckhauses der Saarbrücker Zeitung fordern eine Erhöhung der Entgelte zum 1. Mai 2022 um zwei Prozent und eine Erhöhung der Entgelte zum 1. Mai 2023 um weitere 1,5 Prozent mit einer Laufzeit von 25 Monaten. Auch Auszubildende sollen davon profitieren.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 01.07.2022 berichtet.

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