Flaggen mit dem Firmenlogo auf dem Ikea Gelände in Saarlouis (Foto: IMAGO/Jan Huebner)

IKEA-Mitarbeiter in Saarlouis haben gestreikt

Karin Mayer / Onlinefassung: Leonie Rottmann   30.09.2021 | 17:38 Uhr

In Saarlouis haben am Donnerstag rund 25 Ikea-Mitarbeitende gestreikt. Hintergrund ist die geplatzte Einigung in der dritten Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern. Vor allem die acht Nullmonate will Verdi nicht akzeptieren.

Der Tarifstreit für den saarländischen Einzelhandel spitzt sich zu. Nach einer ergebnislosen dritten Verhandlungsrunde haben sich am Donnerstag rund 25 Beschäftigte von Ikea in Saarlouis an einem Warnstreik beteiligt. Das entspricht nach Angaben der Gewerkschaft Verdi etwa einem Viertel der Angestellten, die an dem Tag Dienst gehabt hätten.

Die Gewerkschafter gehen davon aus, dass mit dem Warnstreik die Warenversorgung innerhalb der Filiale spürbar gestört worden sei. Ikea hingegen teilte dem SR mit, der Warnstreik habe keine Auswirkungen auf den Betrieb gehabt.

Insgesamt beschäftigt Ikea nach eigenen Angaben 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Saarlouis.

Nullmonate für Verdi nicht akzeptabel

Für Verdi ging es darum, ein Zeichen zu setzen und den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Auch in der dritten Verhandlungsrunde hätten die Arbeitgeber ihr Angebot nicht verbessert.

Dabei stören sie sich vor allem an der Forderung der Einzelhändler, dass die Beschäftigten acht Nullmonate akzeptieren müssen. Dementsprechend würden die rund 33.000 Beschäftigten im saarländischen Einzelhandel in dieser Zeit leer ausgehen. Der Handel habe auch während der Pandemie den Umsatz gesteigert. Die Beschäftigten hätten Enormes geleistet.

Verdi fordert 4,5 Prozent mehr Lohn und eine monatliche Erhöhung um 45 Euro für die 33.000 Beschäftigten im saarländischen Einzelhandel. Die Arbeitgeber bieten 72 Euro mehr Lohn ab November und eine weitere Erhöhung ab April 2022 um 40 Euro.

Die Gewerkschaft sieht eine Laufzeit von zwölf, die Arbeitgeber von 24 Monaten vor.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 30.09.2021.

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