Streikende vor der SHG-Klinik Völklingen (Foto: Yvonne Schleinhege/SR)

Warnstreik in Krankenhäusern

  30.09.2020 | 18:14 Uhr

Rund 1000 Klinikbeschäftigte im Saarland haben am Mittwoch an Warnstreiks teilgenommen. Die Gewerkschaft Verdi hatte dazu aufgerufen, um bei den laufenden Tarifverhandlungen Druck auf die Arbeitgeber aufzubauen.

Die Beschäftigten des Kreiskrankenhauses St. Ingbert, des Knappschaftskrankenhauses Sulzbach, der SHG Klinik Sonnenberg, des Klinikum Saarbrücken, der SHG Klinik Merzig, des Knappschaftsklinikums Püttlingen, der SHG Klinik Völklingen und des Kreiskrankenhauses Saarburg waren von 6.00 Uhr bis zum Ende der Spätschicht zum Warnstreik aufgerufen. Wegen der Corona-Pandemie gab es allerdings keine einheitliche Demonstration oder Kundgebung.

Video [aktueller bericht, 30.09.2020, Länge: 2:59 Min.]
1000 Klinikbeschäftigte im Warnstreik

Aktuell laufen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst. Verdi fordert für alle 2,3 Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen eine Lohnerhöhung von 4,8 Prozent, mindestens 150 Euro und die Anhebung der Azubi-Vergütung um 100 Euro. Außerdem sollen die Beschäftigten durch zusätzliche freie Tage entlastet und die Arbeitszeiten im Osten an das westdeutsche Niveau angepasst werden.

Zusatz-Gespräche im Gesundheitswesen

Warnstreik in sieben Krankenhäusern im Saarland
Audio [SR 3, Yvonne Schleinhege, 30.09.2020, Länge: 02:23 Min.]
Warnstreik in sieben Krankenhäusern im Saarland

Für das Gesundheitswesen führen die Tarifparteien laut Verdi-Angaben zusätzliche Gespräche. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Pflegezulage von 300 Euro, eine bessere Bezahlung im Öffentlichen Gesundheitsdienst und die Begrenzung der Arbeitszeit im Rettungsdienst auf 45 Stunden pro Woche. Zudem sollen auch im Gesundheitswesen die Pausen in Wechselschicht auf die Arbeitszeit angerechnet und der Samstagszuschlag auf 20 Prozent angehoben werden. Das sei bereits in der letzten Tarifrunde versprochen worden.

Die kommunalen Arbeitgeber im Saarland kritisierten die Forderung erneut. Sie sei ebenso überzogen wie die Warnstreiks. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 22.Oktober angesetzt.

Über dieses Thema hat auch der aktuelle bericht im SR Fernsehen am 30.09.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja