Ein Streikender trägt eine Warnweste mit dem Verdi-Logo und eine rote Trillerpfeife (Foto: dpa/Christophe Gateau)

Verdi ruft AWO-Beschäftigte zum Warnstreik auf

  07.05.2021 | 09:05 Uhr

Die Gewerkschaft Verdi hat für heute rund 170 Beschäftigte von Behinderten-Werkstätten der Arbeiterwohlfahrt im Saarland zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Hintergrund ist ein Tarifstreit, in dem auch in der zweiten Verhandlungsrunde keine Einigung erzielt werden konnte.

Verdi fordert für die insgrsamt 5200 Beschäftigten in den 300 saarländischen AWO-Einrichtungen die Angleichung ihres Lohnniveaus an den Tarifvertrag der Länder. Derzeit verdienten Mitarbeiter der AWO für die gleiche Arbeit bis zu 15 Prozent weniger als Landesbeschäftigte. Laut Verdi lehnte der AWO Landesverband Saar die Forderung auch in der zweiten Verhandlungsrunde am vergangenen Freitag ab.

Gleich Arbeit, gleicher Lohn

„Gleiche Arbeit muss mit gleichem Lohn vergütet werden. Soziale Dienstleistungen, wie sie die Beschäftigten der AWO erbringen, sind ein essentieller Teil der staatlichen Daseinsvorsorge und dürfen nicht einem Wettstreit um das niedrigste Lohnniveau unterliegen“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Mirko Gelfert. Altenpflege, Kinder- und Jugendhilfe sowie die Behindertenhilfe müssten in Form einer adäquaten und fairen Vergütung und guten Arbeitsbedingungen gewertschätzt werden.

Der Warnstreik, zu dem rund 170 Beschäftigte von Werkstätten für behinderte Menschen aufgerufen sind, wird nach Verdi-Angaben pandemiebedingt als "Stay-at-Home-Streik" durchgeführt. Daher wird auch keine öffentliche Kundgebung stattfinden. Sollte die AWO nicht auf die Forderungen eingehen, droht Verdi mit weiteren Streiks.

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