Blick in einen leeren Bus (Foto: imago images / Sven Lambert)

Bundesweiter Warnstreik im ÖPNV angekündigt

  25.09.2020 | 11:38 Uhr

Die Gewerkschaft Verdi hat für Dienstag zu bundesweiten Warnstreiks im Öffentlichen Nahverkehr aufgerufen. Sie fordert einen bundesweiten Tarifvertrag für alle Beschäftigten. Im Saarland wird es zum Warnstreikauftakt noch keine Aktionen geben, in Rheinland-Pfalz hingegen schon.

Pendler müssen sich am kommenden Dienstag bundesweit auf Warnstreiks im Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat für diesen Tag zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, um einen bundesweiten Tarifvertrag für rund 87.000 Beschäftigte im ÖPNV durchzusetzen, wie sie am Freitag mitteilte.

Verdi fordert Entlastungen, etwa 30 Urlaubstage oder Sonderzahlungen, sowie Regelungen zur Nachwuchsförderung. "Nach 20 Jahren Sparkurs auf dem Rücken der Beschäftigten sind die Grenzen der Belastbarkeit erreicht", erklärte Verdi-Vize Christine Behle.

Im Saarland wird es zum Warnstreikauftakt am Dienstag noch keine Aktionen geben. Der zuständige Gewerkschaftssekretär Christian Umlauf sagte auf SR-Anfrage, man wolle noch das Gespräch mit den Arbeitgebern am Dienstag abwarten und dann entscheiden. In Mainz, Kaiserslautern, Pirmasens und Trier sollen nach dem Willen der Gewerkschaft hingegen Busse und Straßenbahnen von 3.00 Uhr früh bis Schichtende in den Depots bleiben.

Verhandlungen in allen Bundesländern

Derzeit laufen in allen 16 Bundesländern die Verhandlungen über die jeweiligen Tarifverträge im ÖPNV. Zwar gehört dieser zum öffentlichen Dienst, doch mit den dort derzeit ebenfalls laufenden Tarifverhandlungen haben die Forderungen der Gewerkschaft nichts zu tun. Es handelt sich beim ÖPNV um Spartentarifverträge.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 25.09.2020 berichtet.

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