Ein Wohnhausdach mit Photovoltaik-Modulen bestückt (Foto: picture alliance/dpa | Caroline Seidel)

Klimafreundlichere Häuser durch "Gebäude-Check"

  10.10.2021 | 10:11 Uhr

Wie kann das eigene Haus klimafreundlicher werden und gleichzeitig weniger Energiekosten verursachen? Dazu berät die Verbraucherzentrale des Saarlandes bei einer Infotour durch die saarländischen Kommunen.

Häuser im Saarland sollen klimafreundlicher werden. Mit der gemeinsamen Aktion "Haus zu Haus - klimafit in die Zukunft" setzen sich dafür das saarländische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr sowie die Verbraucherzentrale des Saarlandes ein.

Projekt für mehr Energieeffizienz

Zu der Kampagne gehören vor allem Informationsveranstaltungen mit Vorträgen zu verschiedenen Energiethemen. Außerdem sollen die sogenannten "Gebäude-Checks" vorgestellt werden.

Energieberater prüfen Wohnhäuser auf energetische Standards und informieren über effizientere Maßnahmen. Dafür beurteilen sie zum Beispiel den Strom- und Wärmeverbrauch.

Schon kleine Maßnahmen sinnvoll

"Meist sind es schon kleine Maßnahmen, mit denen sich Energiekosten senken lassen", sagte Saar-Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD). Die Verbraucherzentrale rät etwa, alte Glühbirnen durch neue LEDs zu ersetzen. Zudem könne man das eigene Dachgeschoss mit geringem Aufwand selbst dämmen. Was individuell noch getan werden kann, soll der "Gebäude-Check" zeigen.

Eine weitere Chance: Durch diese Maßnahmen steige außerdem den Wohnkomfort sowie der Wert der Immobilie, erklärt Elke Ferner, Vorstandsvorsitzende der Verbraucherzentrale des Saarlandes.

Modernisierung der Heizung

Eine weitere Maßnahme kann auch die Modernisierung der Heizung sein, rät die Verbraucherzentrale. Hier übernimmt der Bund bis zu 50 Prozent der Kosten. Darüber, welche Heizung am besten für das Haus geeignet ist, berät die Verbraucherzentrale kostenlos. In vielen Fällen lohne es sich sogar, die gesamte Heizungsanlage auszutauschen.

Bund fördert Projekt

Die Kosten für einen "Gebäude-Check" liegen insgesamt bei knapp 250 Euro. Da das Beratungsangebot der Verbraucherzentrale durch das Bundeswirtschaftsministerium gefördert wird, müssen Hauseigentümerinnen und -eigentümer nur noch 30 Euro selbst zahlen.

Bis 2022 findet die Informationsveranstaltung in verschiedenen Saar-Kommunen statt.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja