Eine Frau hält an einer Tankstelle an einer Zapfsäule eine Zapfpistole in der Hand und betankt ein Auto. (Foto: dpa/Sven Hoppe)

Verbraucherpreise im Saarland deutlich gestiegen

  29.07.2021 | 15:01 Uhr

Im Juli haben deutlich höhere Heizöl- und Kraftstoffpreise die Verbraucherpreise in die Höhe getrieben. Eine Ursache für die außergewöhnlich hohe Inflationsrate von 3,2 Prozent ist laut Statistischem Landesamt auch die Mehrwertsteuersenkung im Vorjahresmonat, die bis Ende 2020 befristet war.

Nach einer kurzen Verschnaufpause im Juni stieg die Inflationsrate im Folgemonat laut Statistischem Landesamt weiter an, auf 3,2 Prozent im Saarland. Zuletzt sei eine solch hohe Geldentwertung im September 2008 gemessen worden.

Im Juli sei der starke Einfluss von Mineralölprodukten auf das Verbraucherpreisniveau deutlich erkennbar gewesen. Die Heizölpreise stiegen um 55,2 Prozent, die Kraftstoffpreise um 23 Prozent.

Auch Lebensmittel und Kleidung betroffen

Aber auch bei den täglichen Einkäufen von Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken (+ 3,3 Prozent), beim Kauf von Bekleidung und Schuhen (+ 4,2 Prozent) und bei der Anschaffung von Möbeln, Leuchten und Geräten (+ 3,5 Prozent) sei der Preisanstieg im Vergleich zum Vorjahresmonat für die saarländischen Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich spürbar gewesen.

Eine Ursache für die außergewöhnliche Höhe der Inflationsrate sei auch die Mehrwertsteuersenkung im Vorjahresmonat Juli 2020, die bis Ende 2020 befristet war.

Eher moderat würden sich hingegen die Wohnungsnettomieten mit einem Anstieg um durchschnittlich 1,0 Prozent zum Vorjahresmonat entwickeln, so das Statistische Landesamt.

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