Verkehrschaos anlässlich einer Demonstration der Schausteller in der Saarbrücker Innenstadt (Foto: Imago Images/BeckerBredel)

Saar-Schaustellerchef wehrt sich gegen Vorwürfe

  07.08.2020 | 17:59 Uhr

Die Schausteller im Saarland wehren sich gegen Kritik an ihrer Demonstration in Saarbrücken. Die Polizei hatte nach dem Protestzug am Donnerstag mehrere Strafanzeigen wegen Nötigung im Straßenverkehr angekündigt. Der Verbandsvorsitzende der Saar-Schausteller, Thomas Sonnier, wirft hingegen der Polizei aggressives Verhalten vor.

"Irgendwann hat es bei der Polizei nicht mehr funktioniert"
Audio [SR 3, Interview: Renate Wanninger / , 07.08.2020, Länge: 07:11 Min.]
"Irgendwann hat es bei der Polizei nicht mehr funktioniert"

Nach der aus dem Ruder gelaufenen Schausteller-Demo am Donnerstag in Saarbrücken bereitet die Polizei mehrere Strafanzeigen vor. Mehrere Demo-Teilnehmer hätten sich nicht an Absprachen gehalten, den Verkehr über Stunden aufgehalten und in einem Fall sogar einen laufenden Feuerwehr-Einsatz behindert. Protestzug außer Kontrolle

Auch der Versammlungsleiter, der Verbandsvorsitzende der Saar-Schausteller, Thomas Sonnier, müsse sich verantworten. Sonnier habe im Vorfeld zugesagt, dass die Schausteller eine Mindestgeschwindigkeit einhalten, um den Verkehr nicht aufzuhalten und dass bestimmte Straßen nicht angefahren werden.

Sonnier wehrte sich im SR-Interview gegen diese Anschuldigungen. Er könne bei 80 bis 90 Fahrzeugen während des Protestzugs nicht kontrollieren, ob jeder Teilnehmer "alles richtig mache". Das sei Sache der Polizei. Die Beamten hingegen seien sehr aggressiv gegen die demonstrierenden Unternehmer vorgegangen.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 07.08.2020 berichtet.

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