Demonstration der Veranstaltungsbranche für dem Saarbrücker Staatstheater (Foto: SR)

Protest der Veranstaltungsbranche

mit Informationen von Sarah Sassou   22.06.2020 | 21:30 Uhr

Mit einer bundesweiten Aktion hat die Veranstaltungsbranche auf ihre angespannte Situation hingewiesen. Bei der „night of the lights“ wurden in mehr als 200 Städten Gebäude, Bauwerke und Veranstaltungsorte rot angeleuchtet. In Saarbrücken ging der Aktion eine Demo mit rund 400 Teilnehmern voraus.

Auf dem Tbilisser Platz vor dem Saarbrücker Staatstheater hatten sich rund 400 Mitarbeiter aus dem Eventbereich versammelt, darunter Künstler, Messebauer, Veranstaltungstechniker, Agenturbetreiber und Caterer.

Prekäre Situation für Veranstaltungstechniker (22.06.2020)
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 22.06.2020, Länge: 02:35 Min.]
Prekäre Situation für Veranstaltungstechniker (22.06.2020)

Bisherige Hilfe reicht nicht

Veranstaltungsbranche geht auf die Straße
Audio [SR 3, Sarah Sassou, 23.06.2020, Länge: 02:25 Min.]
Veranstaltungsbranche geht auf die Straße

Ganz in Schwarz gekleidet und mit dem nötigen Sicherheitsabstand, den Stühle markierten, protestierten sie für weitere finanzielle Hilfen von der Bundesregierung. Die bisherige Unterstützung reiche nicht aus, um die Existenz der Branche zu sichern, weil sie schon zum Ende August ausliefen.

Da kulturelle Veranstaltungen aber weiterhin stark eingeschränkt blieben, Großveranstaltungen bis Ende Oktober verboten, würden andernfalls viele Unternehmer Pleite gehen. Einzig die Kurzarbeit helfe zumindest denjenigen, die sie beantragen könnten.

Kulturstaatssekretär bereit zu Gesprächen

Der Staatssekretär im Kulturministerium, Jan Benedycuk (SPD), sagte den Teilnehmern der Demo zu, dass es Gespräche geben werde, um zu klären, was ihre Situation verbessern könnte.

FDP will Teilnehmerbegrenzung kippen

Unterdessen forderte die FDP, die Teilnehmerbegrenzung für Veranstaltungen unter freiem Himmel zu kippen. "Die gesamte Veranstaltungsbranche wird durch diese widersinnige Regelung eingebremst und steht vor dem Kollaps, obwohl gerade im Saarland die Infektionszahlen sinken", sagte die stellvertretende Landesvorsitzende Angelika Hießerich-Peter.

Hygieneregeln müssten allerdings eingehalten werden, ebenso müssten Infektionsketten nachvollziehbar bleiben. Außerdem fordert die Partei einen Notfallfond für die Kreativwirtschaft.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 22.06.2020 berichtet.

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