Autos stehen im Stau. (Foto: dpa/Tobias Hase)

Auto-Verbände kritisieren Zulassungsstellen 

Karin Mayer   22.04.2020 | 07:09 Uhr

Der Verband Autoregion, die IHK sowie der Kfz-Verband berichten nach der Wiedereröffnung des Autohandels über Probleme bei der Zulassung von Neufahrzeugen. Im Fokus der Kritik stehen die Öffnungszeiten bestimmter Zulassungsstellen. 

IHK-Hauptgeschäftsführer Heino Klingen sagte, viele Autohändler könnten ihre Fahrzeuge nur verzögert zulassen. Er appellierte an die Landkreise, die Zulassungsstellen rasch wieder vollumfänglich verfügbar zu machen.

Terminvergabe als Infektionsschutz

Der Geschäftsführer des Kfz-Verbands Niklas Burmester forderte, dass die Öffnungszeiten der Zulassungsstellen wieder ausgeweitet werden. Armin Gehl vom Verband Autoregion sagte, der öffentliche Dienst müsse auch in schwierigen Zeiten aufrechterhalten werden. Die Zulassungsstellen seien zum Teil ganz geschlossen, teils arbeiteten sie mit Terminvergabe. 

Autohändler beklagen Wartezeiten

Die Autohändler kritisieren vor allem die Terminvergaben und lange Wartezeiten bei den Zulassungsstellen. Allerdings gebe es hier Unterschiede. Problem gebe es vor allem der Saarpfalz-Kreis und in der Landeshauptstadt Saarbrücken. In Saarlouis, Merzig-Wadern und Neunkirchen laufe es dagegen reibungslos.

Extra-Schalter eingerichtet

Die Landkreise Neunkirchen und Merzig-Wadern haben für Händler eigene Schalter eingerichtet. Dort können Händler und Zulassungsdienste fertige Unterlagen abgeben. Diese werden dann im Laufe eines Tages abgearbeitet. Der Landkreis Saarlouis teilt mit, man habe sich auf erhöhten Bedarf bei den Händlern eingestellt und sei darauf vorbereitet.

Wenig Zulassungsmöglichkeiten

Im Saarpfalzkreis dagegen durfte in St. Ingbert ein Händler beispielsweise nur ein Auto pro Tag anmelden. In Homburg stehen nach Angaben des Kfz-Verbandes für April und Mai keine Online-Termine mehr zur Verfügung. Landrat Theophil Gallo verweist auf den Schutz der Mitarbeiter und der Kunden und hält die Terminvergabe für nötig.

Die Landeshauptstadt Saarbrücken lehnt teilweise die Zulassung von Motorrädern ab, wenn es nicht dringend erforderlich sei. Der Leiter der Bürgerämter Robert Mertes erklärt aber, man habe zwei Mitarbeiter abgestellt, die nur Händler bedienten. Die Telefonkapazitäten seien derzeit aber knapp. Die Stadt sei bemüht, diese auszuweiten.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 22.04.2020 berichtet.

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