Ein leeres Bett in einer Intensivstation eines Krankenhauses (Foto: Jonas Güttler/dpa)

VdK fordert mehr Geld für Intensivmedizin

  08.08.2020 | 08:38 Uhr

Der Sozialverband VdK fordert vor dem Hintergrund der Corona-Krise gerechte Investitionen in das Gesundheitssystem. Der Verband erklärte in Saarbrücken, anstehende Investitionen müssten vor allem in den Ausbau der Intensivmedizin fließen.

Den Versorgungsängsten der Bevölkerung könne vorgebeugt werden, indem kleinere Kliniken in ambulant-stationäre Gesundheits- und Therapiezentren, mit Kurzzeit- und Tagespflege sowie mobilen Angeboten für hilfebedürftige Menschen umgewandelt werden, so der VdK.

Krisensicheres System aufbauen

Diese Angebote müssten so ausgestattet sein, dass sie "krisensicher" seien und auch in Pandemie-Zeiten nicht geschlossen werden brauchten. Der Vorschlag ist eine von 30 Forderungen, die der VdK Saarland als "Zwischenbilanz zur Corona-Krise" vorgelegt hat.

Weitere Empfehlungen sind etwa regelmäßige Tests bei besonders gefährdeten Personen oder eine konsequente Abwägung der Folgeschäden der Corona-Schutzmaßnahmen.

Mehr sozialer Wohnraum

Die Corona-Krise habe wie "ein Brennglas" die Schwächen des Sozialsystems in Deutschland in den Blick genommen, hieß es. Der Landesvorsitzende des VdK Saarland, Armin Lang, sieht in den Erfahrungen der Krise auch ein wichtiges Argument, das von der Landesregierung angekündigte "Jahrzehnt der Investitionen" fortzuführen.

Die aufgezeigten Klinik- und Gesundheitsinvestitionen seien ebenso dringlich wie eine Offensive in der sozialen Wohnraumförderung. "Wir brauchen familiengerechte Sozialwohnungen, in denen die Kinder auch Raum für störungsfreies Lernen haben können", sagte Lang.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 08.08.2020 berichtet.

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