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VdK-Kritik an Bouillon: Pläne statt Taten

  07.08.2019 | 14:39 Uhr

Der Sozialverband VdK Saarland hat Kritik an den Plänen zum Wohnraumausbau von Bauminister Klaus Bouillon (CDU) geäußert. Bouillon werbe nur für bekannte Förderprogramme, ändern würde sich an der Situation aber nichts.

VdK-Landesvorsitzender Armin Lang sieht weder Verbesserungen bei der Wohnraumberatung noch beim Bündnis für bezahlbares Wohnen. „Anstatt bereits bekannte Förderprogramme zu bewerben, sollte der Minister das umsetzen, was im Koalitionsvertrag zur sozialen Wohnraumförderung steht“, lautet seine Forderung.  

Laut Koalitionsvertrag solle unter anderem die professionelle Wohnberatung landesweit ausgebaut und der Fokus auf möglichst barrierefreie Gestaltung gelegt werden. „Papier ist leider geduldig. Es wird Zeit, dass konkrete Maßnahmen folgen. Soziale Wohnraumförderung ist mehr als nur der Neubau von Sozialwohnungen“, sagte Lang.

Weitere 20 Millionen Euro Förderung vom Bund möglich

Das Saarland könne in den kommenden Jahren zudem mit weiteren 20 Millionen Euro vom Bund rechnen, zusätzlich zu den 60 Millionen bisherigen Bundesmitteln. Diese Mittel müssten jetzt bedarfsgerecht eingesetzt werden.

Bauminister Klaus Bouillon hatte beim Sommergespräch in der Staatskanzlei die Pläne der Landesregierung vorgestellt, mit denen sie bezahlbaren Wohnraum schaffen möchte. Insgesamt fünf Projekte soll es dafür geben. Für die Umsetzung stehen 60 Millionen Euro vom Bund zur Verfügung, von denen die Hälfte in ein bereits laufendes Projekt für bezahlbaren Wohnraum fließt.      

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