VdK (Foto: SR)

Mehr Beratungsbedarf bei VdK Saarland

Patrick Wiermer   27.05.2021 | 13:54 Uhr

Der Beratungsbedarf beim Sozialverband VdK im Saarland ist im vergangenen Jahr gestiegen. Nach Angaben des Geschäftsführers Peter Springborn wurden im Jahr 2020 mehr als 12.000 Beratungsgespräche durchgeführt. Unterstützung sei unter anderem bei dem Thema Rente gefragt.

Im Jahr 2020 haben mehr Menschen im Saarland Beratungen beim Sozialverband VdK nachgefragt als im Jahr zuvor, wie die am Donnerstag vorgestellte Jahresbilanz des Verbands zeigt. Außerdem wurden 4000 Verfahren abgeschlossen und rund drei Millionen Euro an Nachzahlungen erstritten.

Video [aktueller bericht, 27.05.2021, Länge: 3:47 Min.]
VdK zieht Jahresbilanz zur Rechtsberatung

Häufig dreht es sich um Fragen zum Umgang mit Schwerbehinderungen, zur Rente, aber auch immer mehr um Probleme mit der Kranken- und Pflegeversicherung. Immer mehr Menschen seien mit der Beurteilung ihres Pflegegrades nicht einverstanden.

Lange Prozesse vor Gericht

Häufig würden Träger zudem zwar die Rechtsansprüche der Menschen zur Kenntnis nehmen, sagte VdK-Geschäftsführer Peter Springborn. Sie würden aber nahezu alles unternehmen, dass dieser Anspruch nicht wahrgenommen wird.

In einem präsentierten Beispielfall konnte etwa die Krankenkasse erst nach einem einjährigen Prozess vor Gericht dazu gebracht werden, die Cannabis-Therapie einer lungenkranken Frau zu bezahlen. Das sei eine ärgerlich lange Geschichte gewesen, sagte Springborn.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 27.05.2021 berichtet.

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