Ein Kind trägt in einer Kindertagesstätte einen Kopfschutz.  (Foto: picture alliance/dpa | Andreas Arnold)

VdK fordert mehr Anstrengung bei Inklusion

  04.05.2021 | 16:41 Uhr

Der Sozialverband VdK Saarland fordert von der Landesregierung mehr Anstrengungen bei der Inklusion in Kitas und Schulen. Vorstandsmitglied Karin Lawall erklärte, dazu gehörten unter anderem eine bessere personelle Ausstattung und eine angemessene Bezahlung der sogenannten Integrationshelfer.

Lawall betonte, alle Kinder mit Behinderungen müssten im regulären Kita-System betreut werden können. Der VdK verweist auf Fälle, in denen Kinder von einer Betreuung in der wohnortnahen Kita ausgeschlossen werden, wenn die Integrationskraft wegen Krankheit, Urlaub oder Jobwechsel ausfällt. Dem Verband sind nach eigenen Angaben mehrere Fälle dieser Art aus Einrichtungen in Saarbrücken und Saarlouis bekannt.

Bezahlung zu gering

„Das widerspricht dem Gedanken der Inklusion, wonach Kinder mit Behinderung einen wohnortnahen Kindergarten besuchen sollen“, so Lawall. „Ein Kind darf nicht wegen seiner Behinderung ausgeschlossen werden.“

Auch die Bezahlung von Integrationshelfern ist dem VdK zu gering. Die Betreuung von Kindern mit Behinderung sei eine anstrengende und wichtige Aufgabe, sagte Lawall. „Die schlechten Rahmenbedingungen führen aber dazu, dass viele Integrationshelfer sich einen attraktiveren Job suchen.“

Anträge brauchen zu lange

Außerdem sei die Bearbeitungszeit entsprechender Anträge auf Eingliederungshilfe zu lang. Im Saarland könne sie bis zu sechs Monaten dauern.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 04.05.2021 berichtet.

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