Das Utopion-Gelände in Bexbach (Foto: SR)

Streit um Bexbacher „Utopion“-Gelände

Patrick Wiermer / Onlinefassung: Axel Wagner   25.03.2019 | 21:11 Uhr

Um die Entwicklung des Veranstaltungsgeländes „Utopion“ in Bexbach gibt es Streit. Ein österreichischer Investor möchte dort eine Art Camping-Anlage im Stile der „Herr der Ringe“-Filme errichten. Doch das Projekt droht am Widerstand der Stadtverwaltung zu scheitern – sagt jedenfalls der Investor.

Die neue Hotel-Anlage in Form von Wohnhöhlen soll Besucher in die Region locken und die lokale Wirtschaft stärken – für Investor Gregor Hoch ein Millionenprojekt. Seit Jahren kämpfe er für das Projekt, doch die Stadtverwaltung würde es ausbremsen, heißt es in einem Brief an die Fraktionen des Stadtrats. 

Bürgermeister Thomas Leis weist die Vorwürfe von sich. Im Gegenteil, die Stadt befürworte das Projekt. Es scheitere allerdings an den rechtlichen Voraussetzungen. Ein Ausbau etwa mit Hotel-Anlagen sei schlichtweg illegal, so Leis. Denn das „Utopion“-Gelände liege in einem Landschaftsschutzgebiet.

Nur einzelne Veranstaltungen erlaubt

Zurzeit sind auf dem Gelände nur vereinzelte Veranstaltungen mit historischem Bezug erlaubt. Seit Jahren tritt sich dort etwa die Rollenspiel-Szene mit mehreren Tausend Teilnehmern. Das regelt ein Bebauungsplan, den die Stadtverwaltung jetzt allerdings aufheben will, und zwar aus Sicherheitsgründen. In einem ans Gelände angrenzenden Bunker werden Sprengstoffe gelagert.

Der Investor befürchtet, dass eine Aufhebung des Bebauungsplans nicht nur das Aus für die Hotel-Anlage, sondern auch für die Veranstaltungen vor Ort bedeutet.

Über dieses Thema hat auch die SR 3 Rundschau vom 25.03.2019 berichtet.

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