Ein Kampfflugzeug vom Typ F-16 Falcon, aufgenommen auf der US-Airbase Spangdahlem (Foto: picture alliance/picture alliance/dpa)

USA ziehen Soldaten aus Spangdahlem ab

  30.07.2020 | 07:09 Uhr

Die USA wollen nach Angaben des SWR rund 12.000 Soldaten aus Deutschland abziehen. Vom Truppenabzug betroffen ist auch der Stützpunkt der Air Force in Spangdahlem in Rheinland-Pfalz.

In Spangdahlem ist das 52. Jagdgeschwader stationiert und von diesem Luftwaffenstützpunkt wird wahrscheinlich nicht mehr viel übrig bleiben. Das dort stationierte Geschwader von F16-Kampfflugzeugen soll inklusive Besatzung, Unterstützungskräften und Technikern abgezogen werden. Ob der US-Stützpunkt in Spangdahlem damit komplett geschlossen wird, ist aber noch völlig unklar. Aber der Abzug wird für die Region erhebliche wirtschaftliche Folgen haben.

Rheinland-Pfalz will um Standort kämpfen

"Wir halten die Entscheidung von Präsident Trump zum Truppenabzug aus Deutschland für grundsätzlich falsch", erklärte der Innenminister von Rheinland-Pfalz, Roger Lewentz. Deutschland und insbesondere Rheinland-Pfalz hätten sich mit ihren Stationierungsstandorten stets als verlässliche Partner erwiesen: "Natürlich kämpfen wir weiter um den Standort Spangdahlem", so Lewentz.

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Für Ramstein könnte der geplante Abzug aus Spangdahlem mehr Flugbetrieb bedeuten. Der Verbandsbürgermeister von Ramstein-Miesenbach, Ralf Hechler (CDU), verwies im Gespräch mit dem SWR darauf, dass der Flugplatz in der Eifel immer ein Backup für die Airbase in Ramstein gewesen sei. Deshalb sei es gut möglich, dass Jets die eigentlich in Spangdahlem landen sollten, künftig Ramstein anfliegen.

Ramstein und Landstuhl nicht betroffen

Neben dem Standort in der Pfalz sollen auch die Truppen in Vilseck, Grafenwöhr und Wildflecken in Bayern reduziert werden. Damit wird das Kontingent der US-Truppen in Deutschland um rund ein Drittel abgeschmolzen. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder wertete den Truppenabzug als Belastung für das deutsch-amerikanische Verhältnis.

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Verteidigungsminister Mark Esper erwähnte in der Bekanntmachung der Pläne im Pentagon werde die Standorte in Ramstein und Landstuhl nicht. Nach dem derzeitigen Stand bleibt dort die jetzige Truppenstärke erhalten.

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