Donald Trump bei einem Zwischenstopp auf der Airbase in Ramstein (Foto: picture alliance/Andrew Harnik/AP/dpa)

Trump überraschend in Ramstein

mit Informationen der AFP und dpa   27.12.2018 | 07:03 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat auf der Rückreise von einem überraschenden Truppenbesuch im Irak auch einen Zwischenstopp in Ramstein eingelegt. Nach Angaben des Weißen Hauses landete Trump in der Nacht zu Donnerstag auf der US-Luftwaffenbasis in Rheinland-Pfalz.

In einem Flugzeughangar schüttelte er Hände, gab Autogramme und posierte für Fotos. Seine Frau Melania begleitete den US-Präsidenten. Nach einem knapp zweistündigen Aufenthalt in Ramstein setzte Trump seinen Heimflug fort. Der Zwischenstopp diente unter anderem zum Auftanken der Präsidentenmaschine.

Die Reise in den Irak war Trumps erster Besuch bei US-Soldaten in einem Krisengebiet. Dass er dies entgegen der Gepflogenheiten in der US-Politik bisher unterlassen hatte, hatte ihm viel Kritik eingebracht. Vor Journalisten räumte Trump am Mittwoch ein, er habe Sicherheitsbedenken gehabt mit Blick auf das Präsidentenamt und auf die First Lady, "nicht für mich persönlich".

USA "nicht weiter der Weltpolizist"

Vor Ort bekräftigte der US-Präsident die Abzugspläne für Syrien. "Die USA können nicht weiter der Weltpolizist sein", sagte Trump am Mittwochabend auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Asad. "Wir wollen nicht mehr ausgenutzt werden von Ländern, die uns und unser unglaubliches Militär benutzen, um sie zu schützen." Die US-Armee sei in Ländern präsent, "von denen die meisten Menschen noch nicht einmal gehört haben", sagte Trump. "Offen gesagt, das ist lächerlich."

Die US-Präsenz im Irak will Trump weiterhin erhalten. Das Land könne auch als Basis für mögliche künftige Militäreinsätze gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien genutzt werden: "Wenn wir sehen, dass der IS etwas macht, das uns nicht gefällt, können wir so schnell und so stark zuschlagen, dass sie nicht einmal merken, wie ihnen geschieht." Die USA könnten gegebenenfalls nach Syrien "zurückkehren und helfen".

Innenpolitische Probleme zurückgelassen

Auf seiner Reise ließ Trump seine innenpolitischen Probleme in den USA zurück. Dort sind Teile der Regierung geschlossen worden, weil sich Präsident und Kongress nicht über Ausgaben für die von Trump versprochene Mauer an der Grenze zu Mexiko einigen können.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 27.12.2018 berichtet.

Artikel mit anderen teilen