Grubenwasser unter Tage (Foto: dpa/Jan-Peter Kasper)

Entscheidung über Grubenflutung naht

Yvonne Schleinhege   19.12.2018 | 09:12 Uhr

Muss die RAG weiter das Grubenwasser abpumpen? Oder darf sie es ansteigen lassen? Und bis auf welche Tiefe unter Null? Diese Entscheidung rückt näher. Nach Auskunft des Oberbergamts ist für den kommenden Juni ein sogenannter Erörterungstermin angesetzt.

Fast 7000 Einwendungen von Bürgern, dazu etwa 130 Stellungnahmen von Kommunen, Versorgern oder anerkannten Vereinigungen sind beim Oberbergamt eingegangen. Sie äußern darin ihre Bedenken zum geplanten Anstieg des Grubenwassers auf Minus 320 Meter. Mitte 2017 hatte die RAG diesen Antrag gestellt. Auf dem Erötgerungstermin im kommenden Juni müssen diese Einwendungen und Stellungnahmen nun nochmal behandelt werden. Erst dann kann das Oberbergamt eine Entscheidung über die Teilflutung treffen. Möglich ist aber auch das weitere Gutachten in Auftrag gegeben werden müssen.

Ob es zu einer Entscheidung noch in diesem Jahr kommt, ist offen. Gegen diese Entscheidung könnten dann auch noch rechtliche Schritte unternommen werden. Kritiker der Teilflutung befürchten neue Bergschäden und verunreinigtes Trinkwasser.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 19.12.2018 berichtet.

Artikel mit anderen teilen