Die SHG-Klinik Völklingen. (Foto: imago/Becker&Bredel)

Klinikdirektor wehrt sich

Thomas Gerber   04.10.2018 | 15:55 Uhr

Der Chef der Völklinger SHG-Klinik Rudolf Altmeyer wehrt sich gegen Untreuevorwürfe. Altmeyer war am vergangenen Freitag vom Dienst freigestellt worden, die SHG Geschäftsleitung hat die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Dort wurde am Donnerstag ein offizielles Ermittlungsverfahren gegen den 62-Jährigen wegen des Verdachts der Untreue eingeleitet.

15.000 Euro Leistungsprämie soll Altmeyer 2014, damals noch als Chef der Klinik Sonnenberg, zu Unrecht kassiert haben. Ein Vorwurf den der 62-Jährige entschieden zurückweist. Die Leistungsprämie, so Altmeyer in einer schriftlichen Stellungnahme, sei Teil seines Arbeitsvertrages. Sie sei damals nach Prüfung des Jahresabschlusses von Aufsichtsrat und SHG-Gesellschafterversammlung abgesegnet worden.

Altmeyer begrüßt Ermittlungen

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Vorwürfe gegen SHG-Verwaltungsdirektor
Der Verwaltungsdirektor der SHG-Klinik Völklingen, Rudolf Altmeyer, steht im Verdacht der Untreue. Die Geschäftsführung des öffentlich-rechtlichen Klinikkonzerns bestätigte dem SR, dass Altmeyer mit sofortiger Wirkung Ende September freigestellt worden sei.

Dass die Staatsanwaltschaft jetzt eingeschaltet wurde, findet Altmeyer gut. Denn er habe sich nichts vorzuwerfen. Altmeyer geht in die Offensive. Wenn nun vier Jahre danach plötzlich der Vorwurf auftauche, er habe sich die 15.000 Euro möglicherweise erschlichen, dann müssten sich die SHG Kontrollgremien und auch die Geschäftsleitung doch fragen lassen, ob sie damals ihren Aufsichtspflichten ordnungsgemäß nachgekommen sind.

Altmeyers Anwalt räumte auf SR-Anfrage zwar ein, dass sein Mandant die 15.000 Euro zwischenzeitlich an seinen Arbeitgeber zurückbezahlt habe – dies allerdings ohne Anerkennung einer Rechtspflicht. Von einem Schuldeingeständnis könne daher keine Rede sein.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 04.10.2018 berichtet.

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