Universität des Saarlandes (Foto: Imago/BeckerBredel)

Saar-Uni unter 40 förderungsstärksten Hochschulen

  09.10.2021 | 11:49 Uhr

Die Universität des Saarlandes gehört zu den 40 deutschen Hochschulen, die am meisten Fördermittel einwerben. Besonders Informatik und Geisteswissenschaften werden pro Wissenschaftler stark gefördert, geht aus einem Bericht der Deutschen Forschungsgemeinschaft hervor.

84,6 Millionen Euro Fördermittel hat die Universität des Saarlandes von 2017 bis 2019 von der Deutschen Förderungsgemeinschaft (DFG) erhalten. Damit liegt die Saar-Uni auf Platz 39 unter den 225 Hochschulen, die von der DFG unterstützt wurden, wie aus dem Förderatlas 2021 hervorgeht.

Im Vergleich zum vorherigen Zeitraum ist die Summe für die saarländische Hochschule um etwa 4,5 Millionen Euro gestiegen. Für ihr Ranking wertet die DFG absolute Fördergelder aus, legt sie dann aber auch um auf die Anzahl der Forschenden.

So betrachtet, belegt die Saar-Uni in mehreren Fächern vordere Plätze: Die Geistes- und Sozialwissenschaften erreichen umgerechnet auf die Zahl der Wissenschaftler Platz Sechs.

Laut Uni geht der Erfolg auf Leistungen des Sonderforschungsbereichs "Informationsdichte und sprachliche Kodierung" und das Graduiertenkolleg 2021 zurück ("Europäische Traumkulturen"). Insgesamt warb die Forschungsdisziplin 22,5 Millionen Euro Fördergeld ein.

Viel Geld für Informatik

Ebenfalls stark sind in Saarbrücken die Ingenieurswissenschaften. Umgelegt auf die Zahl der Forschenden belegt die Saar-Uni hier Rang Acht. Ein Großteil der Fördersumme floss in die Informatik: Von 20,3 Millionen Euro im Bereich warb diese Fachrichtung 13,4 Millionen ein. Zuletzt hatte die Saarbrücker Informatik auch im Ranking der Studierenden gute Noten erhalten.

Die Universität des Saarlandes erreicht auch in den Naturwissenschaften (Chemie, Physik, Mathematik etc.) und den Lebenswissenschaften (Biowissenschaften, Pharmazie, Theoretische Medizin) Platzierungen in den Top 40.

Drittmittel unerlässlich für Forschung

Uni-Präsident Manfred Schmitt sieht im Ranking eine Bestätigung der Uni-Forschungsarbeit: "Erstklassige Forschung ist ein zentrales Fundament unserer Universität. Das hervorragende Ergebnis belegt erneut, dass wir zu den forschungsstarken Hochschulen in Deutschland zählen".

Drittmittel seien für die universitäre Forschung immens wichtig, teilte die Uni mit. Sie machen etwa ein Fünftel des Budgets der Saar-Uni aus. Die so genannte Grundfinanzierung durch die Bundesländer sei für die meisten bundesdeutschen Unis nicht auskömmlich.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja